Artikel vom 15.08.2012, Druckdatum 27.01.2022

Photovoltaik-Parks als Pfeiler der Energiewende

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat in der Gemeinde Starkenberg im Altenburger Land gemeinsam mit dem Bürgermeister Wolfram Schlegel einen Photovoltaik Park eröffnet. Die Photovoltaik Anlage wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube errichtet und ist mit einer Fläche von rund 18 Hektar und insgesamt 47.432 Modulen eine der größten Photovoltaik Anlagen in Thüringen. Rund 2.800 Haushalte können über diese Anlage mit einer Gesamtleistung von 11.000 kWp versorgt werden.

Geplant und gebaut wurde der Solarstrompark von der Energiebauern GmbH Augsburg, die insgesamt 20 Millionen Euro in dieses Projekt investiert hat. „Die Errichtung von Solarparks wie in Starkenberg ist ein zentraler Schritt zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in Thüringen“, sagte Machnig. 

Die Gemeinde Starkenberg will sich mit knapp 3,17 Millionen Euro an dem Projekt beteiligen. Das scheitere an rechtlichen und bürokratischen Hindernissen, so Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Er unterstützt das Anliegen der Gemeinde, damit die Kommunen von der Energiewende profitieren können. Da sich Kommunen in Thüringen nicht wirtschaftlich betätigen dürfen, macht sich Wirtschaftsminister Machnig für eine Änderung der Kommunalordnung stark. „Kommunen sind ein Pfeiler bei einer dezentralen und nachhaltige Energieversorgung“, sagte der Wirtschaftsminister.

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch hat sich bereits im Jahr 2010 in Thüringen auf 18,5 Prozent erhöht. Die Landesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 auf 30 Prozent erhöhen. Das Wirtschaftsministerium hat deshalb 2011 einen Potenzialatlas für erneuerbare Energien herausgegeben, der die aktuelle Nutzung erneuerbarer Energien und möglicher Potenziale in Thüringen auf Gemeinde- und Landkreisebene bewertet und analysiert. 

„Bundesweit liegt Thüringen bei der Gesamtleistung aller Photovoltaik Anlagen nur auf Platz 12“, sagte Machnig, „das ist ausbaufähig.“ Mit konkreten Fördermaßnahmen, wie z.B. dem 1.000-Dächer-Programm und der Förderung von Photovoltaik Anlagen entlang der Autobahnen, will das Wirtschaftsministerium den Anteil der Solarenergie kontinuierlich steigern. 

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
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