Artikel vom 14.05.2012, Druckdatum 13.04.2024

DIHK fordert, Energiewende zur Chefin-Sache zu machen

Die Bundesregierung betreibt die Energiewende nach Einschätzung von Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), nicht entschlossen genug. Er könne kaum „Vorstellungen der Regierung erkennen, wie die Ziele konkret erreicht werden können“, kritisierte Driftmann in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Darüber hinaus kritisierte er die Öffentlichkeitsarbeit der Politik in Sachen Energiewende: „Die Kommunikation ist hundsmiserabel.“

„Jetzt ist entscheidend, zu einer angemessenen Organisationsform zu kommen“, so Driftmann. In erster Linie sei eine bessere Koordination der beiden federführenden Ressorts Umwelt und Wirtschaft nötig, so der DIHK-Präsident. Er forderte, umgehend eine Projektgruppe einzurichten, die die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Gebietskörperschaften Bund, Länder und Gemeinden zusammenführen soll. 

„Dabei muss Bundeskanzlerin Angela Merkel die Leitung übernehmen und Fachleute dazuholen“, sagte Driftmann. „Die Wirtschaft ist bereit, ihr Know-how einzubringen und mitzumachen – und das nicht nur im eigenen Interesse.“ Wenn nicht bald eine griffige Strategie gefunden werde, drohten Energieversorgung, Energiesicherheit und Energiepreise aus dem Ruder zu laufen, warnte der DIHK-Präsident. 

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
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