Artikel vom 16.04.2012, Druckdatum 29.09.2022

Naturstrom verlängert Wechselaktion und setzt ein Zeichen gegen die Photovoltaik-Kürzung

Der unabhängige Ökostrom-Anbieter Naturstrom setzt den rabiaten Kürzungen bei der Photovoltaik und dem anhaltenden energiepolitischen Kompetenzstreit in der Bundesregierung ein klares Aufbruchsignal entgegen. Das Unternehmen verlängert seine seit Gründonnerstag laufenden Wechselaktion. Bis Ende April erhalten alle Neukundinnen und Neukunden ein Startguthaben in Höhe von 20 Euro.

Für jede von den Kundinnen und Kunden verbrauchte Kilowattstunde investiert Naturstrom einen Cent netto in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, fast 200 Öko-Kraftwerke sind so bereits ans Netz gebracht worden. „Die Neuanlagenförderung bei naturstrom ist älter als das EEG“, betont Naturstrom-Vorstand Oliver Hummel. 

Bereits 1999 hatte Naturstrom erste Photovoltaik , Wind- und Wasserkraftanlagen gefördert. Die Stiftung Warentest betonte noch im Februar in ihrem Ökostrom Vergleich, dass lediglich Tarife, die unmittelbar zum Bau neuer Öko-Kraftwerke beitragen, der Energiewende nützen. Über die Neuanlagenförderung sorgt jede Naturstrom-Kundin und jeder Naturstrom-Kunde direkt dafür, dass immer mehr saubere Kraftwerke ins deutsche Stromnetz einspeisen und so nach und nach Atom- und Kohlemeiler überflüssig machen.

„In der Debatte zur Energiewende haben derzeit Bedenkenträger und Schwarzseher Oberwasser“, findet Oliver Hummel. „Dabei dürfen wir gerade jetzt nicht bremsen. Die Energiewende ist zu schaffen, es müssen aber auch alle Beteiligten die Ärmel hochkrempeln und mit anpacken.“ Mit der Verlängerung der ursprünglich nur über die Ostertage geplanten Wechselaktion über den 26. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl und den „17. Tag der Erneuerbaren Energien“ am 28. April hinaus, setzt Naturstrom einen zusätzlichen Anreiz für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Am 26. April befassen sich außerdem Umwelt- und Wirtschaftsausschuss des Bundesrats noch einmal mit der hochumstrittenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Der Termin markiert die vermutlich letzte Gelegenheit, die vom Bundestag bereits beschlossene radikale Kürzung der Photovoltaik Vergütung in den Vermittlungsausschuss zu schicken und somit wenigstens Schadensbegrenzung zu erreichen. 

„Die Ankündigung großer Kundgebungen und Veranstaltungen rund um den Tschernobyl-Jahrestag könnte ein wichtiges Zeichen an die Bundesländer darstellen, dass es den Bürgerinnen und Bürgern mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien ernst ist“, hofft Naturstrom-Vorstand Oliver Hummel. „Wir arbeiten jedenfalls weiterhin mit voller Kraft auf eine möglichst schnelle dezentral bürgernah organisierte Energiewende hin.“

Quelle: Naturstrom AG
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