Artikel vom 31.08.2006, Druckdatum 06.12.2021

Netzwerk REN21 veröffentlicht Globalen Statusbericht 2006

Zwei Jahre nach der Konferenz „renewables 2004“ in Bonn hat das globale Politiknetzwerk REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st century) jetzt den Globalen Statusbericht aktualisiert. Demnach erhöhte sich weltweit die Kapazität zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien von 160 Gigawatt (GW) in 2004 auf 182 GW. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr – wie übrigens auch in China – 7 Milliarden Dollar investiert, gefolgt von den USA (3,5 Milliarden Dollar), Spanien und Japan (jeweils 2 Milliarden Dollar). Und über eine halbe Milliarde Dollar fließt pro Jahr als Entwicklungshilfe in die Förderung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländer.

Aus dem neuen Globalen Statusbericht 2006 geht hervor, dass die Investitionen in erneuerbare Energien innerhalb eines Jahres um ein Drittel gestiegen sind, von 30 Milliarden US-Dollar (2004) auf 38 Milliarden Dollar (2005). Dazu Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Einmal mehr zeigt sich der Vorteil sicherer Investments auf Grundlage von Einspeisesystemen, die inzwischen in der Mehrzahl der 49 Länder mit besonderen Förderpolitiken gelten. Diese Entwicklung schafft sichere Arbeitsplätze, allein 170.000 in Deutschland, verbunden mit einem ständig wachsenden Exportanteil“.

Darüber hinaus fließt über eine halbe Milliarde Dollar pro Jahr als Entwicklungshilfe in die Förderung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländer. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul: „Energie ist nicht nur eine Voraussetzung für die Befriedigung der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen in den Entwicklungsländern; Energie ist auch ein entscheidender Produktionsfaktor, ohne den wirtschaftliche Entwicklung und der Aufbau der sozialen Infrastruktur nicht denkbar sind“. 

Weltweit erhöhte sich die Kapazität zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien laut Studie von 160 Gigawatt (GW) in 2004 auf 182 GW (ohne große Wasserkraft). Die sechs führenden Nationen waren China (42 GW), Deutschland (23 GW), die USA (23 GW), Spanien (12 GW), Indien (7 GW) und Japan (6 GW). Japan wurde in dieser Kategorie zum ersten Mal von Indien übertroffen.

Der Anteil von Biokraftstoffen (Ethanol, Biodiesel) am globalen Treibstoffverbrauch stieg von 33 Milliarden Liter auf insgesamt 37 Milliarden Liter an. Die USA zogen bei der Ethanol-Kraftstoff-Produktion erstmals mit Brasilien gleich. Beim Biodiesel bleibt Deutschland Spitzenreiter. Allein die Hälfte der weltweiten Biodiesel-Produktion kam 2005 aus heimischer Produktion, bei einem Anstieg um 75 Prozent in der EU.

Der Globale Statusbericht 2006 wurde mit Förderung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) vom globalen Politiknetzwerk erneuerbare Energien REN21 in Auftrag gegeben. Dessen Ziel ist es, den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien in Entwicklungs- und Industrieländern durch Unterstützung politischer Entwicklungen und Entscheidungsprozesse auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene voranzutreiben.

Mehr Informationen und den Globalen Statusbericht 2006 gibts unter http://www.ren21.net

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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