Artikel vom 10.11.2011, Druckdatum 21.09.2020

centrotherm photovoltaics rechnet mit höherem Jahresumsatz als bisher prognostiziert

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) bestätigt ihre am 28. Oktober bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen. Der Technologie- und Equipmentlieferant für die Photovoltaik Branche steigerte in den ersten neun Monaten 2011 den Konzernumsatz um 38,7 Prozent auf 635,7 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 458,4 Millionen Euro). Damit wurde in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits der Gesamtjahresumsatz 2010 übertroffen. Der centrotherm photovoltaics-Vorstand geht für das laufende Geschäftsjahr 2011 von einem höheren Jahresumsatz als bisher prognostiziert bei einer leicht positiven EBIT-Marge aus.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 25,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 54,2 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 4,0 Prozent (Vorjahreszeitraum: 11,8 Prozent). Das Konzernergebnis ging auf 16,6 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 37,4 Millionen Euro) zurück. In Summe lag das Ergebnis je Aktie bei 0,78 Euro (Vorjahreszeitraum: 1,76 Euro), so das Unternehmen in einer entsprechenden Pressemitteilung.

„Durch unsere sehr gute Auftragslage in der ersten Jahreshälfte haben wir unseren Umsatz deutlich steigern können. Aber das schwierige Marktumfeld, die weltweit gestiegenen Konjunkturrisiken und die Unsicherheiten an den Finanzmärkten haben Auswirkungen auf unsere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung“, erklärte Dr. Thomas Riegler, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics AG. „Mit rechtzeitigen Maßnahmen und unserem flexiblen Produktionsmodell sind wir für die Herausforderungen gut positioniert. Wir rechnen trotz der gegenwärtigen Abschwächung weiterhin mit einem nachhaltigen Wachstum des Solarmarktes.“ 

Das Segment Solarzelle & Modul habe sich in den ersten neun Monaten unverändert stark gezeigt, so das Unternehmen weiter. centrotherm photovoltaics erzielte demnach einen neuen Umsatzrekord mit einem Zuwachs um 85,1 Prozent auf 546,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 295,2 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) stieg deutlich um 70,2 Prozent auf 102,3 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 60,1 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 18,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: 20,4 Prozent).

Im Segment Silizium & Wafer sank der Umsatz um 56,8 Prozent auf 65,3 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 151,3 Millionen Euro) und das EBIT auf minus 61,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 18,9 Millionen Euro). Der heftige Preisverfall von Polysilizium und die erschwerten Finanzierungsbedingungen habe bei einzelnen Großprojekten in Asien zu unvorhersehbaren Verzögerungen bei der Endabnahme geführt und belasteten das Ergebnis. Mit einem umfänglichen Maßnahmenkatalog, darunter einer gezielten Vertriebsoffensive, einer Ausweitung des Kosteneffizienzprogramms „Performance Plus“ und einer „Task Force“ zur strategischen Weiterentwicklung, habe der Vorstand auf die veränderten Rahmenbedingungen im Segment Silizium & Wafer sofort reagiert, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Im Segment Dünnschichtmodul legte der Umsatz Unternehmensangaben zufolge auf 23,9 Millionen Euro zu (Vorjahreszeitraum: 11,9 Millionen Euro). Das operative Segmentergebnis (EBIT) betrug minus 16,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: minus 24,7 Millionen Euro) und sei vor allem durch Kosten für die technische Weiterentwicklung des Equipments belastet worden. 

Insgesamt seien bis Ende September dieses Jahres neue Aufträge im Wert von 410,7 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 707,7 Mio. Euro) unterzeichnet worden. Im Segment Solarzelle & Modul gingen demnach neue Aufträge über 376,4 Millionen Euro ein, im Segment Segment Silizium & Wafer über 25,6 Millionen Euro und im Segment Dünnschichtmodul über 8,7 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand des Konzerns belief sich eigenen Angaben zufolge zum 30. September 2011 auf insgesamt 524,1 Millionen Euro (31.12.2010: 843,8 Millionen Euro). Davon entfielen 62,3 Prozent auf den Bereich Solarzelle & Modul, 33,5 Prozent auf den Bereich Silizium & Wafer und 4,2 Prozent auf den Bereich Dünnschichtmodul. Die Gesamtausgaben für Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen demnach in den ersten neun Monaten um 27,2 Prozent auf 38,6 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 30,3 Millionen Euro). 

Der centrotherm photovoltaics-Vorstand geht in einem schwierigeren Branchenumfeld von einem höheren Jahresumsatz als bisher prognostiziert bei einer leicht positiven EBIT-Marge für das laufende Geschäftsjahr 2011 aus.

Positiv würden die Vertragsgespräche mit potenziellen Kunden in der MENA Region laufen, gibt das Unternehmen weiter bekannt. Ziel ist es, uns in dieser Wachstumsregion stärker zu positionieren. Zudem würden mit den bereits eingeleiteten Investitionen die Stärken im Kerngeschäft sowie im Bereich Integrierte Fabriken weiter ausgebaut. 

Quelle: centrotherm photovoltaics AG 

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