Artikel vom 15.08.2006, Druckdatum 19.01.2022

Mieterbund: Energiekosten gestiegen, Verbrauch gesunken

Immer mehr Mieterinnen und Mieter in Deutschland machen Ernst mit dem Energiesparen: Um fünf bis sieben Prozent ist ihr Energieverbrauch im vergangenen Jahr zurückgegangen. Dennoch sind ihre Heizkosten gestiegen. Das gab jetzt der Deutsche Mieterbund bekannt. Mieterbund-Direktor Franz-Georg Rips bekräftigte, dass bei den Heizkostenabrechnungen für 2005 mit hohen Nachzahlungen zu rechnen sei. In der kommenden Woche will der Deutsche Mieterbund den ersten bundesweiten Heizspiegel veröffentlichen.

Im vergangenen Jahr sind die Preise für Heizöl um 32 Prozent und für Gas um 15 bis 20 Prozent gestiegen. Dass die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter nicht gleich stark gestiegen sind wie die Energiekosten, liegt am sparsameren Verbrauch. Der ist nämlich letztes Jahr um fünf bis sieben Prozent zurückgegangen. Hintergrund: die steigenden Preise und Anlagen-Modernisierungen, so der Mieterbund.

Wer seine Mietwohnung mit Öl heizte, musste 2005 dennoch 24 bis 27 Prozent mehr bezahlen, für das Heizen mit Gas 12 bis 18 Prozent mehr. Mieterbund-Direktor Franz-Georg Rips bekräftigte, dass die Mieterinnen und Mieter bei den Heizkostenabrechnungen für 2005 mit hohen Nachzahlungen zu rechnen hätten. Nach Meldungen der 330 angeschlossenen örtlichen Mietervereine seien Nachzahlungen im dreistelligen, oft im vierstelligen Bereich keine Seltenheit.

In der kommenden Woche will der Deutsche Mieterbund den ersten bundesweiten Heizspiegel veröffentlichen. Der bundesweite Heizspiegel soll Jahresvergleichswerte für den Heizenergieverbrauch und die Heizkosten aufgeschlüsselt nach öl-, erdgas- und fernbeheizten Gebäuden bieten. „Angesichts der hohen Energiekosten wird es immer wichtiger, genau zu wissen, wie viel Energie im Haus beziehungsweise in der Wohnung verheizt wird“, so Rips. Gerade jetzt lohne es sich, nach Sparmöglichkeiten zu suchen.

Quelle: dpa, verivox
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