Artikel vom 06.09.2011, Druckdatum 28.06.2022

Weltrekord: SCHOTT Solar erzielt 18,2 Prozent Wirkungsgrad auf der Aperturfläche

Der Mainzer Solarhersteller SCHOTT Solar schraubt den Spitzenwirkungsgrad für polykristalline Photovoltaik Module erneut nach oben: Das ESTI (European Solar Test Installation) in Ispra (Italien) bestätigte in einer unabhängigen Messung einen bis dato unerreichten Rekordwirkungsgrad von 18,2 Prozent auf der Aperturfläche. Basis ist die Hochleistungs-Zelltechnologie, mit der sich SCHOTT Solar bereits im September 2010 den Wirkungsgrad Weltrekord sicherte.

Diese Technologie hat der deutsche Solarspezialist eigenen Angaben zufolge seither kontinuierlich verbessert – und leiste damit erneut einen wichtigen Beitrag dafür, Strom aus Photovoltaik Anlagen künftig günstiger und damit wettbewerbsfähig zu machen. „Es ist das Ergebnis einer integrierten Forschungsleistung des Schott-Konzerns“, unterstreicht Entwicklungsleiter Klaus Wangemann. 

So sei es dem Tochterunternehmen Schott Solar Wafer GmbH aus Jena gelungen, die elektronische Qualität der Siliziumscheiben zu verbessern. Hierzu habe das Unternehmen die Kristallisationstechnologie weiterentwickelt. Die Entwicklung der Schott Solar AG in Alzenau wiederum habe das Zell- und Modulkonzept überarbeitet. Die neuen Zellen seien nun über drei Verbinder im Modul verschaltet, wodurch sich die hohen Ströme leichter ableiten lassen. 

Für die Frontseite komme ein von Schott Solar neu entwickelter, so genannter Inline-Diffusionsprozess zum Einsatz. Dieser erlaube lange Diffusionszeiten bei Durchsätzen von rund 3200 Wafern pro Stunde und lege so die Basis, um zukünftige Hocheffizienzkonzepte in die Praxis umzusetzen. Die Zellrückseite wiederum verfüge über eine so genannte PERC-Struktur, ist also mit einer Kombination von unterschiedlichen dielektrischen Schichten passiviert und mit lokalen Kontakten versehen. Aufgebracht wurden diese Kontakte mit konventioneller Siebdrucktechnik.

60 Stück dieser Hochleistungszellen mit einem Zellwirkungsgrad von bis zu 18,7 Prozent hat Schott Solar in dem neuen Rekordmodul verbaut. Ergebnis ist ein neuer unabhängig bestätigter Wirkungsgradweltrekord für polykristalline Module von 18,2 Prozent bezogen auf die Aperturfläche.

Jeder einzelne Verfahrensschritt für das Rekordmodul ist Unternehmensangaben zufolge industriell erprobt und bei Herstellern bereits im Einsatz. „Das gesamte Verfahren werden wir nun zügig in eine ausgereifte Produktionssequenz überführen“, so Entwicklungsleiter Wangemann.

Quelle: SCHOTT Solar AG
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