Artikel vom 12.08.2011, Druckdatum 04.12.2020

Phoenix Solar AG erkennt Aufwärtsbewegung bei Umsatz und Ertrag im Jahresverlauf

Auch die Phoenix Solar AG (Sulzemoos ) hat mit den herausfordernden Bedingungen des aktuellen Photovoltaik Markts zu kämpfen: Zwar konnte sie den Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal mehr als verdreifachen und die Ertragssituation damit deutlich verbessern. Dennoch heißt das Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 Verringerung des Konzernumsatzes 61,3 Prozent auf 140,8 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 364,0 Millionen Euro). Das EBIT betrug im ersten Halbjahr -26,3 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 27,0 Millionen Euro).

Im zweiten Quartal erzielte die Phoenix Solar Gruppe Unternehmensangaben zufolge einen Konzernumsatz von 108,4 Millionen Euro (Q2 Vorjahr: 283,6 Millionen Euro). Der Umsatzrückgang von 61,8 Prozent resultierte unter anderem aus den Vorzieheffekten des Vorjahresquartals aufgrund erwarteter Kürzungen bei der Solarförderung zum 1. Juli 2010. Erfreulich entwickelte sich der im Ausland erzielte Umsatz mit einer Steigerung um 21,4 Prozent auf 45,3 Millionen Euro (Q2 Vorjahr: 37,3 Millionen Euro) und einem Beitrag zum Gesamtumsatz von 41,8 Prozent (Q2 Vorjahr: 13,2 Prozent). 

Das Segment Komponenten & Systeme lag im zweiten Quartal mit einem Umsatz von 72,2 Millionen Euro (Q2 Vorjahr: 160,6 Millionen Euro) um 55,0 Prozent unter dem Vorjahreswert und steuerte 66,6 Prozent (Q2 Vorjahr: 56,6 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Das Segment Kraftwerke erzielte einen Umsatz von 36,2 Millionen Euro (Q2 Vorjahr: 123,0 Millionen Euro), was einem Rückgang um 70,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Dieses Segment trug 33,4 Prozent (Q2 Vorjahr: 43,4 Prozent) zum Gesamtumsatz bei. 

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug demnach im zweiten Quartal -9,4 Millionen Euro (Q2 Vorjahr: 22,3 Millionen Euro). Es war belastet durch einen deutlichen Preisverfall bei Solarmodulen und zusätzliche Lagerbestandsabwertungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung. Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) lag bei -8,7 Prozent (Q2 Vorjahr: 7,9 Prozent). 

Nach Steuern betrug das Konzernergebnis im zweiten Quartal -8,2 Millionen Euro (Q2 Vorjahr 15,9 Millionen Euro), was einem Ergebnis pro Aktie von -1,11 Euro (Q2 Vorjahr: 2,38 Euro) entspricht. 

Im ersten Halbjahr verringerte sich der Konzernumsatz der Phoenix Solar Gruppe um 61,3 Prozent auf 140,8 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 364,0 Millionen Euro). Der im Ausland erzielte Umsatz konnte dagegen um 53,5 Prozent auf 68,6 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 44,7 Millionen Euro) gesteigert werden und trug 48,7 Prozent (H1 Vorjahr: 12,3 Prozent) zum Gesamtumsatz bei. 

Das Segment Komponenten & Systeme lag im ersten Halbjahr mit einem Umsatz von 89,2 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 214,3 Millionen Euro) um 58,4 Prozent unter dem Vorjahreswert und steuerte 63,4 Prozent (H1 Vorjahr: 58,9 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Der im Ausland erzielte Umsatzanteil stieg auf 23,5 Prozent (H1 Vorjahr: 13,3 Prozent) des Segmentumsatzes. Das Segment Kraftwerke erzielte einen Umsatz von 51,6 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 149,7 Millionen Euro), was einem Rückgang um 65,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Dieses Segment trug 36,6 Prozent (H1 Vorjahr: 41,1 Prozent) zum Gesamtumsatz bei. Der im Ausland erzielte Umsatzanteil stieg auf 92,2 Prozent (H1 Vorjahr: 10,9 Prozent) des Segmentumsatzes. 

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im ersten Halbjahr -26,3 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 27,0 Millionen Euro). Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) lag bei -18,7 Prozent (H1 Vorjahr: 7,4 Prozent). 

Nach Steuern betrug das Konzernergebnis im ersten Halbjahr -21,1 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 18,7 Millionen Euro), was einem Ergebnis pro Aktie von -2,86 Euro (H1 Vorjahr: 2,80 Euro) entspricht. 

Zum Ende des ersten Halbjahres lag der konsolidierte Auftragsbestand Unternehmensangaben zufolge bei 311,1 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 281,7 Millionen Euro) und damit um 10,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Der um bereits im Bau befindliche Projekte bereinigte Auftragsbestand betrug 167,1 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 156,5 Millionen Euro). Der Auslandsanteil des Auftragsbestands konnte mit einem Rekordvolumen von 238,2 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 81,1 Mio. Euro) nahezu verdreifacht werden und steuerte 76,6 Prozent (H1 Vorjahr: 28,8 Prozent) zum gesamten Auftragsbestand bei. Der Auftragsbestand außerhalb Europas betrug 43,5 Millionen Euro (H1 Vorjahr: 0,4 Millionen Euro), was einem Anteil von 14,0 Prozent (H1 Vorjahr: 0,1 Prozent) am gesamten Auftragsvolumen entspricht. 

„Nach einem fast völligen Marktstillstand in Europa im ersten Quartal 2011, hat sich unser Geschäft wieder stabilisiert. Wir sind mit einer gut gefüllten Pipeline in das zweite Halbjahr gestartet und durch das konsequente Vorantreiben unserer Internationalisierung unabhängiger von der Entwicklung des deutschen Marktes geworden“, so Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phoenix Solar AG. 

Für das zweite Halbjahr 2011 erwartet die Phoenix Solar AG eine deutliche Marktbelebung mit einem Anziehen der Nachfrage im September und einer Jahresendrallye im vierten Quartal. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet das Unternehmen mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehenden Konzernumsatz. Aufgrund der weiterhin bestehenden Marktunsicherheiten kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verlässliche EBIT-Prognose abgegeben werden. Vor dem Hintergrund der bisher aufgelaufenen Verluste wird es jedoch herausfordernd sein, ein positives Ergebnis zu erzielen. 

Quelle: Phoenix Solar AG 

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