Artikel vom 25.07.2011, Druckdatum 19.01.2022

Q-Cells startet eigene Modulfertigung am deutschen Standort Thalheim

Die Q-Cells SE startet am Hauptsitz eine eigene Modulfertigung für das Hochleistungsmodul Q.PEAK. Heute wurde die Produktionslinie mit einer Kapazität von 130 Megawattpeak (MWp) in Betrieb genommen. Bei voller Auslastung der Kapazität können in der neuen Linie 1.400 Photovoltaik Module pro Tag und damit rund 511.000 Module pro Jahr gefertigt werden. Auf den Tag genau vor zehn Jahren hat Q-Cells seine erste Solarzelle hergestellt. Die Solarzelle im 5-Zollformat erreichte damals mit einem Wirkungsgrad von 14,5 Prozent Weltstandard.

„Vor zehn Jahren hat Q-Cells seine erste Solarzelle produziert. Nun gehen wir einen weiteren Schritt und fertigen unser erstes Hochleistungsmodul Q.PEAK“, sagte Nedim Cen, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells SE. „Mit der Investition von 17 Millionen Euro weiten wir unsere Produktionskompetenz aus. Dadurch stärken wir unsere Technologieführerschaft und den Standort Solar Valley Thalheim.“ 

Anfang Februar 2011 wurde innerhalb einer bestehenden Fertigungshalle binnen eines Monats das Fundament für die Modullinie vorbereitet. Mitte März begann die Aufstellung und Einrichtung des Maschinenparks. Die Modullinie verfügt Unternehmensangaben zufolge über eine Gesamtkapazität von zirka 130 MWp und wird die in Deutschland hergestellten monokristallinen Solarzellen zu dem Premium-Hochleistungsmodul Q.PEAK verbauen.

Bei voller Auslastung der Kapazität können in der neuen Linie 1.400 Photovoltaik Module pro Tag und damit rund 511.000 Module pro Jahr gefertigt werden. Das entspricht einer Fläche von rund 122 Fußballfeldern, so Q-Cells in einer Pressemitteilung. Das monokristalline Q.PEAK werde in Leistungsklassen von 245 bis 260 Wattpeak verfügbar sein. Damit biete Q-Cells eines der leistungsstärksten 60-Zellen-Solarmodule seiner Art auf dem Markt an, heißt es weiter.

Ein homogen schwarz aussehendes Q.PEAK BLK (BLK = black, engl. für schwarz) will das Unternehmen im September auf der weltweit größten Fachkonferenz, der European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition.PVSEC in Hamburg, vorstellen.

Auf den Tag genau vor 10 Jahren, am 25. Juli 2001, hat Q-Cells in Thalheim seine erste kristalline Solarzelle produziert. Das Start-up mit damals 19 Beschäftigen hat sich zwischenzeitlich zu einem weltweit operierenden Photovoltaik Unternehmen mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit entwickelt. Ursprünglich als Solarzellen Hersteller gestartet, bietet das Unternehmen heute eigenen Angaben zufolge ein innovatives Produktportfolio von Solarzellen und -modulen an und projektiert, realisiert und betreut sowohl kommerzielle Solarstromanlagen als auch großflächige Solarparks.

Q-Cells stellt mono- und multikristalline Solarzellen in Deutschland und Malaysia her. Die Tochterfirma Solibro fertigt unter dem Markennamen Q.SMART Dünnschichtmodule auf Basis der CIGS Technologie, während Q-Cells kristalline Solarmodule bislang über Partner fertigen ließ. Dieses Portfolio werde nun um eine eigene Fertigung für Hochleistungsmodule ergänzt, die von der unmittelbaren Nähe zur Forschung und Entwicklung des Unternehmens profitiere, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Bereits 2008 eröffnete Q-Cells das Reiner-Lemoine-Forschungszentrum, in dem rund 200 Wissenschaftler/innen und Ingenieur/innen arbeiten.

Die qualitative Endkontrolle der produzierten Solarmodule findet Unternehmensangaben zufolge in der eigenen Modultestlinie statt. Die Zertifizierung der Module erfolge im Rahmen des VDE Gütesiegels „Quality Tested“. Die dabei zu beachtenden Prüfkriterien des VDE-Instituts gehen laut Q-Cells über die Anforderungen der notwendigen IEC Normen hinaus.

Quelle: Q-Cells SE

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