Artikel vom 27.04.2011, Druckdatum 28.01.2023

120.000 Menschen bei Anti-Atomprotesten am Ostermontag

Rund 120.000 Menschen haben am Ostermontag in Deutschland erneut gegen die Atomenergie demonstriert. An zwölf Atomstandorten machten die Menschen anlässlich des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl klar, dass sie die von AKWs ausgehende Gefahr nicht länger hinnehmen wollen und forderten: Alle AKWs abschalten! Zu den Demonstrationen hatte unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) aufgerufen.

In ganz Deutschland hatten sich Menschen seit dem Vormittag versammelt und sich dann mit Bussen, Autos, Fahrrad-Konvois und Treckern zu den Atomstandorten auf den Weg gemacht. Die Innenstadt von Biblis musste wegen Überfüllung gesperrt und viele Demonstranten auf andere Flächen umgeleitet werden. Für viele Standorte waren dies die größten Demonstrationen seit Jahrzehnten. 

In Biblis und Grafenrheinfeld beispielsweise protestierten jeweils 15.000 Atomkraftgegner/innen, in Krümmel 17.000. In Gronau/Ahaus und Gundremmingen kamen 10.000 Menschen zum Protest zusammen. Und stolze 20.000 Menschen schlossen sich in Grohnde zum Protest gegen die gefährliche Atomkraft zusammen. insgesamt waren es an allen zwölf Atomstandorten nach Angaben der Veranstalter rund 120.000 Personen.

Auch in Japan und Frankreich gab es Anti-AKW-Proteste. So beteiligten sich an der internationalen Brücken-Aktion gegen das französische AKW Cattenom rund 20.000 Menschen. Bereits am Ostersonnatg hatten in Tokio und anderen japanischen Städten Tausende Menschen gegen Atomenergie demonstriert.

Für die nächsten Wochen sind weitere Proteste angekündigt. Am 28. Mai, bevor die Bundesregierung ihren Atom-Fahrplan beschließt, werden in 20 Städten erneut Großdemonstrationen stattfinden und für das Ende des AKW-Moratoriums Mitte Juni planen unterschiedliche Gruppen und Organisationen Blockaden von Atomanlagen. Näheres dazu bald auf solarportal24.

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
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