Artikel vom 17.07.2006, Druckdatum 19.04.2024

Deutsche Solarindustrie mit großen Chancen

Nach Expertenmeinung hat Deutschland neben Japan große Chancen, eine führende Rolle auf dem Weltmarkt der Solarzellenproduktion einzunehmen. „Das technische Knowhow ist da. Es gilt die Ansiedlung von Produktionsstätten zu sichern“, sagte der Geschäftsführer des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR/Münster), Norbert Allnoch, in einem dpa-Gespräch. Auf Grund der Renaissance der regenerativen Energien sei der „Hype nach Solar- und Windenergie“ weltweit ungebrochen.

Deutschland gerate allerdings zunehmend in einen stärkeren Nationenwettbewerb, wenn es um die Produktionsstandorte für regenerative Anlagentechniken gehe. Allnoch forderte die Bundesregierung daher auf, in der Diskussion um regenerative Energien neben dem Umweltschutzaspekt das Thema stärker durch die „industriepolitische Brille“ zu sehen.

Es sei nicht sinnvoll, immer wieder über Ziele wie die Reduktion des schädlichen Kohlendioxids „auf Kommastellen genau“ zu streiten. Vielmehr sollten Ziele formuliert werden wie „30 Prozent der weltweiten Solarzellen wollen wir in Deutschland produzieren“, sagte der Experte. Dies schaffe Arbeitsplätze und sichere Marktanteile, ohne den Umweltschutz außer Acht zu lassen. 

„Der internationale Solarmarkt hinkt dem Windmarkt noch immer fast zehn Jahre hinterher“, sagte Allnoch. Allerdings hat sich laut Bundesverband Solarwirtschaft der deutsche Weltmarktanteil installierter Solarzellen innerhalb der vergangenen fünf Jahre von unter 10 Prozent auf rund 25 Prozent mehr als verdoppelt. 

Quelle: dpa, verivox
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