Artikel vom 22.03.2011, Druckdatum 23.07.2024

Solar Millennium: Grundsteinlegung für viertes spanisches Kraftwerksprojekt Ibersol

Zusammen mit Vertretern der Regierung und der Investoren Ferrostaal AG und Solar Millennium AG wurde jetzt in der spanischen Gemeinschaft Extremadura der Grundstein für das Parabolrinnen-Kraftwerk Ibersol gelegt. Die 50 Megawatt Anlage ist das vierte von Solar Millennium in Spanien entwickelte Parabolrinnen-Kraftwerk und nahezu baugleich mit den Projekten Andasol 1-3 in Andalusien, die ebenfalls von der Solar Millennium Gruppe entwickelt wurden.

Die Extremadura ist mit einer jährlichen Direktstrahlung von rund 2.080 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter ein ausgezeichneter Standort für Solarenergie  Laut Prognose auf Basis meteorologisch erhobener Daten soll das Parabolrinnen-Kraftwerk rund 170 Millionen kWh Strom produzieren – etwas mehr als die Insel Sylt jährlich verbraucht – und dabei im Vergleich zu modernen Steinkohlekraftwerken insgesamt rund 150.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen. 2013 soll Ibersol erstmals Strom in das spanische Netz einspeisen und dann rund 150.000 Menschen mit umweltfreundlichem Strom versorgen.

Dank eines thermischen Speichers wird das Kraftwerk Solarstrom auch nach Sonnenuntergang planbar und zuverlässig bereitstellen. Ibersol kann vor allem helfen, die Nachfragespitzen im spanischen Stromnetz in den Sommermonaten abzudecken, die vor allem durch den hohen Energiebedarf von Klimaanlagen verursacht werden. Solarthermische Kraftwerke können zukünftig im Mix mit anderen erneuerbaren Energien fossil befeuerte Kraftwerke und Kernenergie ablösen. Derzeit ist Spanien bei der Energieversorgung noch zu rund 80 Prozent vom Import von Erdöl, Gas und Kohle abhängig. 

Am Kraftwerksprojekt Ibersol, das in Spanien auch unter dem Namen Extremasol 1 geführt wird, hält mittelbar neben der Ferrostaal AG (50 Prozent) und der Solar Millennium AG (34 Prozent) auch die ExtremaSol Kraftwerks GmbH (16 Prozent), eine Beteiligungsgesellschaft der I.C.M. InvestmentBank-Gruppe, Berlin, Anteile. Die Verhandlungen zum Einstieg weiterer Investoren in das Projekt sind weit vorangeschritten. Solar Millennium und Ferrostaal sollen zusammen mit Partnern auch den Bau des Kraftwerks verantworten. 

Auch Privatanleger/innen können über einen geschlossenen Fonds von den Einnahmen dieses solarthermischen Kraftwerks profitieren. Mit dem Vertrieb des Fonds hat Solar Millennium federführend das Tochterunternehmen Solar Millennium Invest AG beauftragt. Der Fonds kann bis zur Vollplatzierung gezeichnet werden, längstens jedoch bis zum 31.12.2012. 

Solarthermische Kraftwerke erzeugen aus der in Wärmeenergie umgewandelten Sonnenstrahlung Strom Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Strahlen auf ein Rohr in der Brennlinie des Kollektors. Durch ihre Absorption wird im Rohr eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt, die im Kraftwerksblock mittels Wärmetauscher Dampf erzeugt. Wie bei konventionellen Kraftwerken wird der Dampf in einer Turbine zur Stromgewinnung genutzt. Bei Integration eines thermischen Speichers kann der Strom planbar bereitgestellt werden. Die Solarkraftwerke können dann auch nach Sonnenuntergang Strom erzeugen. 

Quelle: Solar Millennium AG

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