Artikel vom 14.02.2011, Druckdatum 16.01.2021

SCHOTT will auch im Geschäftsjahr 2011 wachsen

Der internationale Technologiekonzern SCHOTT verzeichnete in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2010/2011 (1. Oktober bis 31. Januar) eine gute Entwicklung und erwartet auch für das gesamte Geschäftsjahr einen „Umsatz auf hohem Niveau“, so Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes. Erhebliches Potenzial sieht SCHOTT weiterhin in der Photovoltaik allerdings eher international als in Deutschland.

Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 stiegen die Umsatzerlöse um 26 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro (2008/2009: 2,26 Milliarden Euro). Alle Geschäfte, insbesondere aber Solar, Spezialglasröhren und Pharmaverpackungen sowie Spezialgläser für die Haus- und Sicherheitstechnik, hätten zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen, heißt es in einer Pressemitteilung zur Bilanzpressekonferenz in St. Gallen. 

Der Auslandsanteil am Umsatz, das heißt Produktion und Vertrieb außerhalb Deutschlands, stieg demnach um 4 Prozentpunkte auf 77 Prozent. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) belief sich auf 263 Millionen Euro (2008/2009: minus 22 Millionen Euro) und verdeutlicht den positiven Verlauf des operativen Geschäfts. Der Konzernjahresüberschuss lag bei 108 Millionen Euro. Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich auf 415 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2008/2009: 199 Millionen Euro). Die Zahl der Beschäftigten blieb zum Bilanzstichtag 30. September 2010 mit 17.468 Mitarbeiter/innen praktisch konstant (2008/2009: 17.396). „Der wirtschaftliche Erfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr hat uns die Möglichkeit gegeben, die hervorragenden Leistungen und das besondere Engagement der Belegschaft extra zu honorieren“, so Prof. Dr.-Ing. Ungeheuer.

Erhebliches Potenzial sieht Schott weiterhin in der Photovoltaik Allerdings wird sich nach Ansicht des Unternehmens die Nachfrage in Deutschland nach dem Boomjahr 2010 merklich abkühlen, denn durch Vorzieheffekte kam es hier zu einer Sonderkonjunktur. Ziel der Tochtergesellschaft Schott Solar sei es, den Exportanteil kontinuierlich zu steigern und mit kostengünstiger Produktion die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Teil dieser Strategie ist demnach das jüngst abgeschlossene Joint Venture mit Hareon Solar Technology Co. Ltd.. Bereits im Frühjahr 2011 soll die Modul-Produktion in einem Werk in der Nähe von Shanghai anlaufen. Damit verdoppelt sich die Fertigungskapazität von Schott Solar Unternehmensangaben zufolge bei Modulen auf 830 MW. Mit der neuen Partnerschaft ist Schott Solar auch produktionsseitig in Asien präsent, einer der größten Wachstumsregionen für Photovoltaik

Auch an anderen Standorten will Schott Solar weiter investieren. So wird in den nächsten Monaten am Standort Jena die Kapazität der Wafer-Fertigung ebenfalls verdoppelt und zwar auf dann 500 MW. Beim Wettlauf um die Wirkungsgrade liegt Schott Solar eigenen Angaben zufolge an der Spitze. Mit einer optimierten Modultechnologie auf der Basis von multikristallinen Hochleistungssolarzellen bietet das Unternehmen ein Photovoltaik Modul mit bisher unerreichtem Wirkungsgrad von 17,6 Prozent an.

Bei Receivern für solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerke, neben der Photovoltaik die zweite Solar-Aktivität von Schott, will das Unternehmen seine Technologieführerschaft durch Produkt- und Prozessinnovationen stärken. Dazu gehören neue Wärmeträgermedien, verbesserte Beschichtungsverfahren und größere Abmessungen mit dem Ziel, die Effizienz solarthermischer Parabolrinnen-Kraftwerke weiter zu erhöhen. 

Auch im Geschäftsjahr 2010/2011 will Schott wieder kräftig in Sachanlagen investieren. Weltweit sind 200 Millionen Euro vorgesehen, die Hälfte davon für Standorte in Deutschland. Die Investitionsschwerpunkte liegen bei Pharmaverpackung, Photovoltaik und Spezialgläsern für die Haustechnik. „Wir erwarten, dass wir mit Innovationen neue Geschäftsfelder erschließen können und deutlich zur Ertragssteigerung des Unternehmens beitragen“, betonte Prof. Dr.-Ing. Ungeheuer. 

Quelle: SCHOTT AG 

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