Artikel vom 20.12.2010, Druckdatum 03.04.2020

Roth & Rau AG: Maßnahmenpaket zur Kostensenkung verabschiedet

Der Roth & Rau Konzern (Hohenstein-Ernstthal) will sich im Zuge des angekündigten Kosten- und Strukturoptimierungsprogramms organisatorisch neu ausrichten. Zur effektiveren Marktbearbeitung werde das Unternehmen zukünftig nach strategischen Geschäftsfeldern (Business Units) geführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die neue Unternehmensstruktur soll bis spätestens Ende 2011 umgesetzt werden.

In diesem Zusammenhang wurde Unternehmensangaben zufolge bereits damit begonnen, die konzernweiten Turnkey-Aktivitäten in einer Business Unit zusammen zu fassen. Davon betroffen sind die Turnkey-Bereiche der AG und der Tochtergesellschaften OTB und CTF. Der gemeinsame Zugriff auf vorhandene Ressourcen und der effizientere Einsatz von Kapazitäten sollen zur Verbesserung der Profitabilität des Turnkey-Segments beitragen.

Auch personell stelle sich der Bereich neu auf, so das Unternehmen. Der bisherige Leiter der Turnkey-Abteilung der Roth & Rau AG, Dr. Martin Detje, verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember 2010. Die neue Turnkey-Business-Unit wird ab dem 1. Januar 2011 von einem dreiköpfigen Management-Team geführt. Alle drei Führungskräfte waren bereits vorher in leitenden Funktionen im Roth & Rau Konzern tätig. Die bewusste Trennung von kaufmännischer und technischer Leitung soll dabei ein stringenteres Projekt-Controlling unterstützen.

Neben den organisatorischen Veränderungen sei bereits ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Kostensenkung definiert worden, das folgende Schwerpunkte beinhaltet: 

• Senkung der Fertigungskosten insbesondere durch Realisierung von Kosteneinsparpotenzialen aus der höher standardisierten Fertigung der neuen SiNA-Generation.
• Nutzung von Kostenvorteilen auf dem Beschaffungsmarkt. Durch kürzere Fertigungs- und Beschaffungszeiten wird eine gezielte Senkung des Working Capital angestrebt.
• Senkung der Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung durch stärkere Konzentration am Hauptsitz in Hohenstein-Ernstthal und Integration der Tochtergesellschaften.
• Deutliche Straffung der Verwaltung. Vor allem das schnelle, externe Wachstum des Konzerns jüngster Vergangenheit hatte hier zu steigenden Kosten geführt. 

Wie bereits angekündigt, soll es im kommenden Jahr darüber hinaus aufgrund von Einmaleffekten wie Kosteneinsparungen aus Berater- und Vertriebsverträgen zu Kostensenkungen in Höhe von rund 5,0 Millionen Euro kommen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

„Unser erklärtes Ziel ist es, schnellstmöglich zu angemessenen Gewinnmargen zurückzukehren. Mit der Umsetzung des Maßnahmenpakets schaffen wir dafür eine wichtige Grundlage", erklärt Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG, und ergänzt „Wir konzentrieren uns auch in Zukunft vor allem auf die Entwicklung neuer Produkte und Technologien für die Märkte von Morgen. Eine schlankere und effizientere Organisation wird uns künftig dabei unterstützen, flexibel und nachhaltig auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können.“ 

Quelle: Roth & Rau AG
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