Artikel vom 10.11.2010, Druckdatum 29.09.2022

COLEXON Energy AG: Q3 Umsatz plus, EBIT unter Vorjahresniveau

Die COLEXON Energy AG (Hamburg) hat den Bericht zum 3. Quartal 2010 veröffentlicht. Das Solarunternehmen weist gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Pro-forma 2009: 112,7 Millionen Euro) eine Umsatzsteigerung von 37 Prozent auf 154,0 Millionen Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug ohne die Berücksichtigung des Sondereffekts der Goodwill-Abschreibung 13,2 Millionen Euro (Pro-forma 2009: 14,0 Millionen Euro).

Im Jahresverlauf habe sich das Geschäft zunehmen in internationale Märkte verlagert, da die Gewinnmargen in Deutschland aufgrund der Förderkürzungen zurückgegangen sind, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung zu den Quartalszahlen. Diese Entwicklung bestätige die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die im dritten Quartal auf einen nachhaltigen Ausbau des internationalen Projektgeschäfts gezielt habe, so das Unternehmen. Während der Fokus im ersten Halbjahr noch auf dem deutschen Absatzmarkt gelegen sei, sei im dritten Quartal des Geschäftsjahres rund 80 Prozent des Projektumsatzes im europäischen Ausland erzielt worden. Damit zeige sich Colexon gut auf die steigende Internationalisierung der Branche eingestellt.

Ohne den Sondereffekt aus der Goodwill Abschreibung lag das EBIT demnach mit 13,2 Millionen Euro sechs Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (Pro-forma Q3 2009: 14,0 Millionen Euro). Durch die Abschreibung des Goodwills über 63,4 Mio. Euro zum 30. September 2010 wurde der Konzerngewinn stark beeinträchtigt. Nach erfolgter Abschreibung verzeichnet Colexon einen Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 50,2 Millionen Euro.

Der historische Goodwill der Renewagy A/S ist Unternehmensangaben zufolge auf eine Transaktion aus dem Jahre 2007 zurückzuführen und war demnach bereits vor dem umgekehrten Unternehmenserwerb Bestandteil der Renewagy Bilanz. Durch die Übernahme des Solarkraftwerksbetreibers in 2009 ist der Goodwill in den Konzernabschluss der Colexon mit eingeflossen, so das Unternehmen. Er fußte auf der Annahme eines kontinuierlichen und sehr langfristigen Ausbaus des Solarkraftwerkportfolios. Da in den wesentlichen europäischen Märkten die Einspeisetarife schneller und höher als anfänglich erwartet gekürzt worden sind, sah sich das Management veranlasst, diese sehr langfristigen Annahmen in Bezug auf dieses Portfolio nach unten hin zu korrigieren. Die Abschreibung berühre den Einzelabschluss der Colexon nicht, sei liquiditätsneutral und habe daher keinen Einfluss auf die aktuelle Finanzlage der Gesellschaft, heißt es in der Pressemitteilung.

Das bestehende eigene Solarkraftwerksportfolio sei in seiner Werthaltigkeit von den geänderten Rahmenbedingungen nicht betroffen, da es über gesicherte, 20-jährige Einspeisetarife verfüge, erklärt das Unternehmen. Das Management beurteile grundsätzlich die Chancen zum weiteren kurz- und mittelfristigen Ausbau des eigenen Solarkraftwerksportfolios positiv und werde diese Strategie auch weiterhin verfolgen, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Der vollständige Finanzbericht steht auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.colexon.de unter der Rubrik „Investor Relations“ zum Download bereit.

Quelle: COLEXON Energy AG

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