Artikel vom 28.06.2006, Druckdatum 25.06.2022

„Solar Valley“ Deutschland

Gute Nachrichten vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW): Deutschland wird als Standort für die Solarindustrie immer attraktiver. Schon heute zähle das Land 150 Fabriken zur Herstellung von Solartechnik zur Wärme und Stromproduktion. Die meisten Neuansiedlungen erfolgen in Ostdeutschland. Allein im Bereich der Dünnschichttechnologie entstehen derzeit am Standort Deutschland über zehn neue Fertigungsstätten. „Deutschland wird zum ‚Solar Valley’“, so Carsten Körnig, BSW-Geschäftsführer.

Nach Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) stammen inzwischen rund ein Viertel der weltweit installierten Solarzellen und über 40 Prozent der Wechselrichter aus deutscher Fertigung. Vor fünf Jahren lag der Weltmarktanteil deutscher Solarzellen noch bei unter zehn Prozent. Die heimische Produktion von Solarzellen konnte im letzten Jahr um 67 Prozent gesteigert werden. Auch Solarwärmeanlagen erlebten aufgrund explodierender Öl- und Gaspreise derzeit einen Boom. Für beide Technologiefelder erwartet der BSW auch für 2006 Produktionssteigerungen im zweistelligen Prozentbereich und einen Gesamtumsatz von über vier Milliarden Euro.

Am Standort Deutschland entstehen derzeit allein im Bereich der Dünnschichttechnologie über zehn neue Fertigungsstätten. Mittels hochmoderner Produktionstechnik sollen hier auf der Basis von Silizium und anderen Halbleitermaterialien besonders dünne und damit preisgünstige Solarzellen und Solarmodule produziert werden. „Deutschland wird zum ‚Solar Valley’ und ist erfolgreich dabei, seine Technologieführerschaft in wachsende Markterfolge umzusetzen. Die Herzstücke einer Solaranlage kommen zunehmend aus deutscher Produktion,“ stellt Carsten Körnig, BSW-Geschäftsführer, dazu fest.

Da sich in naher Zukunft auch im Ausland ein Solarboom abzeichnet, verstärken die Solarunternehmen derzeit ihre Exportaktivitäten. „Allein für Südeuropa erwarten wir eine Verzehnfachung des Fotovoltaikmarktes bis zum Jahr 2010. Die Exportchancen für Solartechnik ‚made in germany’ steigen damit gewaltig“, so Körnig.

Nach Informationen des BSW sind inzwischen 90 Prozent der Hersteller, Zulieferer und Fachgroßhändler auch im Ausland aktiv. Ziel der Branche ist es, die Exportraten bei Solarzellen von derzeit rund 35 Prozent in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Die Einführung von Einspeisevergütungen mit ähnlich attraktiven Fördersätzen wie in Deutschland werde die Nachfrage nach Solarstromanlagen in Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland und das Geschäft deutscher Hersteller beflügeln, so der BSW.

Erwartet wird auch, dass die Produktionskosten in den nächsten Jahren durch zunehmende Massenproduktion und technologischen Fortschritt in allen Stufen der Wertschöpfungskette deutlich sinken werden. Während die Preise konventioneller Energien kontinuierlich steigen, werde Solarenergie zunehmend wettbewerbsfähig, konstatiert der Verband. 

Mehr Infos unter http://www.unendlich-viel-energie.de

Quelle: Informationskampagne Erneuerbare Energien



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