Artikel vom 19.06.2006, Druckdatum 29.05.2022

10.000 neue Arbeitsplätze in zwei Jahren

Mehr als 5.000 neue Arbeitsplätze will die deutsche Solarindustrie bis zum Jahresende 2006 schaffen. Dann sollen laut Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), mehr als 50.000 Menschen in der Solarbranche beschäftigt sein. Derzeit seien es rund 45.000 Beschäftigte, Ende 2004 waren es rund 40.000. Grund für den anhaltenden Stellenanstieg sei der Boom der Solarbranche, der bereits seit mehreren Jahren anhalte. Dieser werde sich auch im laufenden Jahr fortsetzen.

„Wir rechnen auch für die kommenden Jahre mit einem stetigen Wachstum“, sagte Körnig. In diesem Jahr werde die deutsche Solarindustrie einen Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro verzeichnen. „Das bedeutet ein Umsatzplus von rund 10 Prozent.“ 2005 sei ein Umsatz von rund 3,75 Milliarden Euro erwirtschaftet worden. Dies seien 30 Prozent mehr als 2004 gewesen. Wichtigster Eckpfeiler des Booms sei die Solarwärme, sagte Körnig. 

Bereits jetzt sei Deutschland bei der Installation von Solaranlagen weltweit führend, so Körnig. Schon im vergangenen Jahr habe die deutsche Industrie Japan und die USA auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Stark gestiegen sei in diesem Jahr der Export. Dessen Anteil liege derzeit bei rund 30 Prozent. 

2005 sind laut Körnig bundesweit zehn neue Solarfabriken entstanden, in die rund 500 Millionen Euro investiert wurden. Profitiert davon habe vor allem der Osten Deutschlands. Die Strukturhilfe für die ostdeutschen Länder habe sich ausgezahlt. 

Quelle: dpa, verivox
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