Artikel vom 24.09.2009, Druckdatum 30.06.2022

Effizient und umweltschonend: Solarstrom für die Insignia-Produktion

Gemeinsam mit Tauber-Solar (Tauberbischofsheim) und der SOLON SE (Berlin) baut der Autobauer Opel seine Initiative zur regenerativen Stromgewinnung aus. Opel-Aufsichtsratsvorsitzender Carl-Peter Forster gab den Baubeginn von Photovoltaik Anlagen an den deutschen Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern bekannt. Insgesamt 225.000 Quadratmeter Fläche nehmen die Solarmodule des Solarkraftwerks in Rüsselsheim ein. Die Gesamtleistung des hochmodernen Photovoltaik Kraftwerks beträgt 13 Megawatt.

Zusammen mit dem spanischen Opel-Werk Saragossa entstehe so ein großer europäischer Verbund von Solardach-Kraftwerken, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch für das Opel-Werk Bochum und weitere europäische Opel-Standorte prüfe man derzeit den Bau solcher Kraftwerke.

Vor dem Adam Opel-Haus in Rüsselsheim sei der erste Vorbote der Opel-Solaroffensive schon zu sehen: ein so genannter „SOLON Mover“ – ein auf einem Betonfundament freistehendes Photovoltaik System, das sich auf zwei Achsen nach dem jeweiligen Sonnenstand ausrichtet und so maximalen Stromertrag ermöglicht, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Vorbereitungen zur Installation von Solarmodulen auf den Werksdächern laufen bereits seit Anfang Juli, noch im Spätherbst sollen die ersten Module montiert werden. 

„Wir haben mit unserem ersten Solardach-Kraftwerk in Saragossa durchweg positive Erfahrungen gemacht. Mit der Ausweitung unserer Solarinitiative setzen wir ein weiteres Zeichen für die nachhaltige Energiegewinnung und umweltfreundliche Mobilität“, so Carl-Peter Forster. Auf der IAA in Frankfurt präsentiert Opel derzeit den Ampera, das innovative Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite (E-REV). Es soll noch 2011 auf den Markt kommen und ist in seiner Funktion als Energiespeicher der ideale Verwerter für Solarstrom.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Rüsselsheim, Elektrofirmen, Dachdeckerfirmen und Lieferanten für das Dichtungsmaterial organisiert Tauber-Solar Energie- & Wärmetechnik GmbH die Errichtung des Dachkraftwerks. „Es gibt sehr viele große und energetisch ungenutzte Dachflächen. So kann die Photovoltaik ihre ganze Stärke entfalten: Aufwertung von Gebäuden durch nachhaltige Stromerzeugung und das Ganze ohne Risiko für den Dachbesitzer“, so Tauber-Solar-Geschäftsführer Dr. Leonhard Haaf.

Das intelligente Gesamtkonzept der Photovoltaik Anlage ermögliche die optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Flächen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Planung sowie die Lieferung der Solarkomponenten erfolgt durch die Solon SE. Das Berliner Unternehmen wird zukünftig auch als Betreiber der Anlage agieren. Zum Einsatz kommen hocheffiziente Solarmodule aus deutscher Produktion. 

„Das Projekt zeigt den Vorteil der Photovoltaik Der Strom wird dort produziert, wo er benötigt wird. Wir freuen uns, Opel als Partner für erneuerbare Energien gewonnen zu haben und sind überzeugt, dass dieses beispielgebende Projekt zur Nutzung von Großdachflächen Schule machen wird“, sagte Anke Hunziger, Vorstandsmitglied der Solon SE.

Die im Werk Rüsselsheim jährlich erzeugte Strommenge aus Sonnenlicht wird rund 12,35 Millionen Kilowattstunden (kWh) betragen. Der Solarstrom wird in das Stromnetz des Werks eingeleitet. Nicht benötigter Strom gelangt in das örtliche Netz. 

Allein das Rüsselsheimer Photovoltaik Kraftwerk reduziert die CO2 Emissionen um zirka 7.500 Tonnen pro Jahr. „Das aktuelle Solarprojekt vereint für uns drei wichtige Aspekte: Es ist effizient, dient der umweltfreundlichen Energiegewinnung und stellt einen weiteren entscheidenden Schritt hin zur ‚grünen’ Elektromobilität dar“, fasst Carl-Peter Forster die Vorzüge zusammen und betont zugleich die gute Zusammenarbeit der Projektpartner.

Quelle: Adam Opel GmbH, Tauber-Solar-Energie- und Wärmetechnik GmbH, SOLON SE


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