Artikel vom 16.09.2009, Druckdatum 19.09.2020

Regenerativ aus der Krise – Küstenstrom vor Wüstenstrom?

Wirtschaftskrise, schlechte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, Kontroversen um die Energiesicherheit, Klimawandel – all diese Themen werden vor der Bundestagswahl von den Parteien diskutiert. Einigkeit besteht dabei zunehmend darüber, dass insbesondere die Erneuerbaren Energien das Potenzial besitzen, Wege aus der Krise aufzuzeigen. „Regenerativ aus der Krise – Küstenstrom vor Wüstenstrom?“ heißt daher eine Podiumsdiskussion, die am morgigen Donnerstag im Theater in der Basilika in Hamburg-Altona u.a. mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und dem Vertreter der DESERTEC-Initiative Michael Straub stattfindet.

Für eine regenerative Zukunft konkurrieren derzeit aber verschiedene Ansätze. So gibt es einerseits Überlegungen in den Mittelmeerstaaten gigantische Solarkraftwerke zu bauen, die in einigen Jahren oder Jahrzehnten große Mengen sauberer Energie bereitstellen könnten. Andererseits hat das EEG als erfolgreichster juristischer Exportschlager Deutschlands inzwischen in vielen Ländern zu einem sprunghaften Ausbau der Erneuerbaren Energien geführt und das riesige Potenzial eines dezentralen Weges für Klima, Wirtschaft und Arbeitswelt aufgezeigt.

Eine zentralisierte Solarenergiegewinnung in Wüstenregionen, wie sie derzeit im Rahmen des DESERTEC-Projektes geplant wird, sollte aus Sicht von SunEnergy Europe, Veranstalterin der Podiumsdiskussion, nicht als Argument gegen die Nutzung heimischen Sonnenstroms verwandt werden. Das Unternehmen befürwortet alle Anstrengungen, nordafrikanische Länder mit sauberem Strom zu versorgen. Bis jedoch der Wüstenstrom Mitteleuropa theoretisch erreichen könnte, sollte nach Ansicht des Unternehmens der heimische Ausbau Erneuerbarer Energien so weit wie möglich fortgeführt werden.

In den vergangenen Jahren habe das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) entscheidend zur Kostensenkung der Erneuerbaren Energien-Technologien und zur Schaffung von Arbeitsplätzen im Umweltbereich beigetragen, so SunEnergy Europe. Die Fortführung des EEGs sei für den weiteren Ausbau regenerativer Energien in Deutschland maßgeblich. Dies würde nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern durch den hohen Anteil lokaler Wertschöpfung auch positive Effekte für Wirtschaft und Arbeitsmarkt bedeuten.

„In Hamburg wurden lange Zeit die Entwicklungschancen durch die Erneuerbaren Energien von der Politik nicht erkannt. Nun aber kommt Bewegung in die Stadt“, so Dr. Westphalen Geschäftsführer der SunEnergy Europe GmbH. „Wichtig ist vor allem, dass Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Denn es geht und es lohnt sich!“

SunEnergy Europe lädt deshalb am 17. September 2009 um 19 Uhr in das Theater in der Basilika in Hamburg-Altona zu der Podiumsdiskussion: „Regenerativ aus der Krise – Küstenstrom vor Wüstenstrom?“ Podiumsgäste sind der Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, die Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk, der Klima- und Energiedirektor des World Future Councils Stefan Schurig, der Pressesprecher der DESERTEC-Initiative Michael Straub und Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der SunEnergy Europe. Moderiert wird die prominente Runde von Peter Unfried (die tageszeitung).

Quelle: SunEnergy Europe GmbH
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