Artikel vom 03.08.2009, Druckdatum 01.10.2020

Photovoltaik an deutschen Küsten: „Es geht und es lohnt sich!“

Neben den Wüsten Nordafrikas stellt sich die deutsche Nord- und Ostseeküste in der Praxis ebenfalls als idealer Standort für Photovoltaik Anlagen heraus, meldet die SunEnergy Europe GmbH. Bereits die reine Anzahl der Sonnenstunden liege an vielen Orten deutlich höher als Binnenland. Da für Solarmodule in Küstennähe gleichzeitig eine beständige Windkühlung gewährleistet sei, könnten auch im hohen Norden der Republik Spitzenerträge erzielt werden, so das Hamburger Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Schon seit dem Jahr 2007 setzt sich die SunEnergy Europe GmbH eigenen Angaben zufolge im Rahmen der „Aktion Küstenstrom“ dafür ein, das große solarenergetische Potenzial Norddeutschlands in einem ähnlichen Ausmaß zu nutzen, wie es bei der Windenergie geschehen ist. Eine zentralisierte Solarenergiegewinnung in der Sahara, wie sie derzeit im Rahmen des DESERTEC-Projektes geplant wird, darf aus Sicht des Unternehmens nicht gegen die ambitionierte Nutzung heimischen Sonnenstroms ausgespielt werden.

„Als Solarstromland wird diese Region in der Regel unterschätzt, obwohl mit dem Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog mittlerweile eine Gemeinde aus Schleswig-Holstein die bundesweite Solarbundesliga anführt“, so Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der SunEnergy Europe GmbH. „Unsere Referenzen in Norddeutschland zeigen, dass an der Küste sehr gute Erträge erzielt werden. Vor allem im Bereich der Landwirtschaft ist auf großen Dächern und Freiflächen ein enormes Potenzial vorhanden. Dieses Potenzial ist nutzbar – schon jetzt.“

Allein die SunEnergy Europe GmbH hat Unternehmensangaben zufolge bis zum heutigen Zeitpunkt über 50 Megawatt Photovoltaikleistung im norddeutschen Raum umgesetzt. Während vor einigen Jahren Süddeutschland noch den bundesweiten Schwerpunkt für Investitionen in die Photovoltaik dargestellt habe, könnten im Norden nun bereits große Solarparks mit attraktiver Rendite erbaut werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auch in diesem Sektor erfahre das Hamburger Photovoltaiksystemhaus aktuell großen Zuspruch. Von der Nordsee bis zum mecklenburgischen Bodden werden in diesem und im nächsten Jahr entsprechende Anlagen geplant und errichtet.

Mit Blick auf das DESERTEC-Projekt befürwortet SunEnergy Europe alle Anstrengungen, nordafrikanische Länder mit sauberem Strom zu versorgen. Bis jedoch der Wüstenstrom Mitteleuropa theoretisch erreichen könnte, sollte der heimische Ausbau Erneuerbarer Energien so weit wie möglich vorangeschritten sein, so das Unternehmen. Ein wesentlicher Beitrag könne zeitnah durch Solarstrom aus dezentralen Kleinkraftwerken bereitgestellt werden. Zu beachten sei hierbei vor allem der hohe Anteil lokaler Wertschöpfung. Profitieren werden vor allem der Mittelstand, die Landwirtschaft und alle Bürgerinnen und Bürger, die in Photovoltaik Anlagen investieren. Westphalen dazu: „Es geht und es lohnt sich!“
 
Quelle: SunEnergy Europe GmbH
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