Artikel vom 02.06.2009, Druckdatum 23.01.2022

PHOTON gründet unabhängiges Testlabor für Solarmodule und Wechselrichter

Seit über zehn Jahre pflegt die erste und mit 50.000 Exemplaren auflagenstärkste deutsche Zeitschrift zum Thema Solarstrom, PHOTON, eine Datenbank mit inzwischen fast zehntausend Solarmodulen sowie Wechselrichtern. Nun will das Fachmagazin seine Testaktivitäten bündeln und hat daher die PHOTON Laboratory GmbH mit Sitz in Aachen gegründet. Grund war nach Angaben des Fachmagazins der in den letzten Jahren stark gewachsene Umfang der Modul- und Wechselrichtertests, welche PHOTON im Jahr 2006 begonnen hatte.

„Die Tests helfen Anlagenbetreibern bei der Entscheidung für die besten Module und Wechselrichter“, erklärt Martina Siebmanns, Geschäftsführerin der PHOTON Laboratory GmbH. Installateure können ab sofort auch Auftragsmessungen von Modulen durchführen lassen.

Die Auswahl an Solarwechselrichtern wächst beständig – und damit auch die Schwierigkeit für angehende Anlagenbetreiber das beste Gerät zu finden. Mehr als zwei Jahre Photon-Wechselrichtertests hätten hier zu mehr Transparenz auf dem Markt beigetragen, stellt das Fachmagazin in einer Pressemitteilung fest. Dazu fasst das Photon-Testlabor die Ergebnisse in einer Note zwischen „sehr gut“ und „mangelhaft“ zusammen, die sich an einem von Photon definierten Gesamtwirkungsgrad orientieren. Betreiberinnen und Betreiber einer Photovoltaik Anlage können seitdem auf den ersten Blick erkennen, ob ein Gerät etwas taugt oder nicht. Das bislang beste getestete Gerät kommt von Refu Elektronik.

Seit 2006 misst Photon den Ertrag von Solarmodulen, inzwischen sind 16 Typen seit mindestens einem Jahr dabei. Das korrekte Erfassen der Daten erfordert einigen Aufwand, doch der lohnt sich, findet Photon. Immer wieder gibt es interessante Resultate zu vermelden, für das Jahr 2008 zum Beispiel die Platzierung von First-Solar-Dünnschichtmodulen in der Spitzengruppe des Testfeldes. Testsieger war das polykristalline Modul Solarworld SW 210 poly.

Es gibt viele Gründe, ein einzelnes Solarmodul genau zu untersuchen. Beispielsweise nach dem Kauf, wenn sich Betreiber/in oder Installateur/in fragen, warum eine Anlage nicht die erwünschten Erträge liefert. Und erst recht natürlich vor dem Kauf größerer Mengen eines Typs. Das Photon-Labor bietet hier eigenen Angaben zufolge schnell und kostengünstig Hilfe. Mit den Geräten, die das Labor für die redaktionellen Tests und Recherchen nutzt, werden ab sofort auch Auftragsmessungen durchgeführt.

Seitdem das Labor im vergangenen Jahr einen Klasse-AAA-Solarsimulator angeschafft habe (die drei „A“ stehen für die höchste Genauigkeit der Lichtquelle bei spektraler Anpassung, Homogenität und Zeitstabilität), könnten die wichtigsten Kenngrößen eines Moduls untersucht werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Als Auftragsarbeit würden die Leistung, der Temperaturkoeffizient (also der Grad der temperaturbedingten Leistungsminderung) und das Schwachlichtverhalten gemessen. Außerdem prüft das Labor die Qualität der Zellen und die Verarbeitung eines Moduls mithilfe von Thermografie sowie per Elektrolumineszenzmessung.

Seit 1996 pflegt Photon eine Datenbank mit inzwischen fast zehntausend Solarmodulen sowie Wechselrichtern. Da sie inzwischen täglich aktualisiert wird, ist die Moduldatenbank jetzt online verfügbar unter www.photon.info. Die Wechselrichter Datenbank wird in Kürze freigeschaltet.

Quelle: PHOTON
                                                                 News_V2