Artikel vom 19.05.2009, Druckdatum 02.06.2020

Bald könnte jede fünfte Solarzelle aus einem SolarWorld-Wafer gefertigt sein

Im Freiberger Industriegebiet Ost konnte die SolarWorld AG (Bonn) jetzt Richtfest ihrer neuen Fertigungsstätte für Solarsiliziumwafer feiern. Dort entsteht eine Produktionsstätte für Photovoltaik Wafer nach modernsten Standards mit einer Endkapazität von einem halben Gigawatt pro Jahr. Gemessen am heutigen Weltmarkt könnte in naher Zukunft jede fünfte Solarzelle aus einem Freiberger Wafer gefertigt werden. Mit einem Volumen von 350 Millionen Euro ist das Investitionsprojekt eines der größten des Solarstromkonzerns. Gleichzeitig schafft das Unternehmen in Freiberg 450 neue Arbeitsplätze.

Wafer sind hauchdünne Siliziumscheiben, die das Kernstück der solaren Stromerzeugung bilden. Zu Solarmodulen verarbeitet könnten allein mit dieser Jahresproduktion der neuen Waferfertigung eine halbe Million Menschen mit Solarstrom versorgt werden. 

„Dank unserer Entwicklungsarbeit und neuester technischer Prozesse werden wir Wafer besonders ressourcen- und kosteneffizient produzieren können“, sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Damit setzt der Konzern den Weg kontinuierlicher Effizienzsteigerung fort, der sich auch im laufenden Jahr mit weiteren Kostensenkungen bemerkbar machen wird. „Der Tag, an dem Solarstrom vom Dach für den Verbraucher billiger wird als Strom aus der Steckdose, rückt immer näher.“ Dabei setzt der Technologieanbieter auf Qualität, heißt es in einer Pressemitteilung. „Hohe Qualität sorgt für hohe Erträge, auch finanziell. Hochwertige Solartechnologie lässt Dächer zu soliden Dachsparkassen werden.“

Die polykristallinen Silizumwafer werden sowohl von Solarzellenherstellern weltweit als auch in der eigenen Zellfertigung zu Solarzellen weiterverarbeitet. Mit der neuen Fabrik will der SolarWorld-Konzern Ende 2010 allein am Standort Freiberg über eine Waferproduktionskapazität von einem Gigawatt verfügen. Gemessen am heutigen Weltmarkt könnte dann jede fünfte Solarzelle aus einem Freiberger Wafer gefertigt werden. Gleichzeitig schafft das Unternehmen 450 neue Arbeitsplätze und festigt damit seine Stellung als größter industrieller Arbeitgeber im Landkreis Mittelsachsen. Derzeit beschäftigt der Konzern in Freiberg mehr als 1.500 Menschen. „Diese Investition ist ein Bekenntnis zum Standort Freiberg mit seinen hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeitern, der guten Infrastruktur und der Vernetzung in Forschungsclustern“, so Prof. Dr. Peter Woditsch für die SolarWorld AG. 

„Die Entscheidung der SolarWorld AG, ihren Standort in Freiberg um eine hochmoderne Fertigungshalle zu erweitern, ist ein großer Tag für Sachsen, insbesondere für Freiberg und die Unternehmensmitarbeiter. Siliziumwafer und Solarmodule made in Saxony sind ein Qualitätsprodukt, und gerade in der Region Freiberg schlägt das Herz für diese Hochtechnologie. Innovative Unternehmen, hochqualifizierte Fachkräfte sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen haben in den vergangenen Jahren entscheidend zu wachsenden Umsatz- und Beschäftigtenzahlen in der sächsischen Photovoltaik beigetragen. Ich gehe fest davon aus, dass sich dieses Wachstum mittelfristig um ein Vielfaches fortsetzen wird“, sagt Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen.

Ein zusätzliches Beispiel für die Ressourcen schonende und kosteneffiziente Produktionsweise der neuen Fertigung sei die vollständige Rückgewinnung der Abwärme aus der Produktion zur Heizung des Gebäudes, so die SolarWorld in ihrer Pressemitteilung weiter. Auf dem Dach des 300 Meter langen neuen Komplexes entsteht zudem eine Photovoltaik Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt, die den Strombedarf von 1.000 Einwohner/innen decken kann.

Quelle: SolarWorld AG


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