Artikel vom 24.04.2009, Druckdatum 01.03.2024

Centrosolar-Module für Schule in Burkina Faso

Das Solarunternehmen Centrosolar hat einer Schule in Burkina Faso eine Photovoltaik Anlage gespendet. Die Anlage steht auf dem Flachdach einer Grundschule in Nassoumbou im Norden des Landes. Das 2.800 Seelen-Dorf hat keinen Zugang zum staatlichen Stromnetz, der nächste Anschluss ist 45 km entfernt. Die Module liefern Strom für die Beleuchtung zweier Klassenzimmer und für eine Lampe außen über der Eingangstür. Burkina Faso in Westafrika gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die Photovoltaik Anlage besteht aus drei kristallinen Modulen vom Typ SM220S/M55, die Centrosolar speziell für netzunabhängige Solaranlagen entwickelt hat. Die 36-zelligen Panele sind 1,33 Meter lang und 0,35 Meter breit. „In Deutschland kommen diese Module primär auf Wochenendhäusern oder Wohnmobilen zum Einsatz. In Entwicklungsländern wie Burkina Faso dienen sie der ländlichen Elektrifizierung“, berichtet Frank Heise, Leiter des Bereichs Stand Alone Systems bei Centrosolar.

Die Module sind nebeneinander in einen Metallrahmen eingelegt, der im 20 Grad Winkel zum Dach steht. Als Diebstahlschutz ist der Rahmen mit dem Dach verschweißt, eine Holzkiste verschließt die Batterien. Jedes Modul hat eine Leistung von 55 Wp. Bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 12 Stunden täglich, gleichbleibend das ganze Jahr, erzeugt die Anlage 800 – 900 Wh/d Strom

Genug, um zwei Klassenräume mit je fünf Energiesparlampen sowie eine Außenlampe mit Strom zu versorgen. Die Schülerinnen und Schüler können nun abends Hausaufgaben machen und lernen. Auch die Lehrer profitieren von der Elektrifizierung, da sie im elektrischen Licht Schulstunden vorbereiten oder Arbeiten korrigieren können. Viele haben dazu zu Hause keine Möglichkeit oder konnten bisher nach Sonnenuntergang nur im Licht von augenschädlichen Petroleumlampen arbeiten. Solarprojekte in anderen Gegenden des Landes zeigen, dass sich die Abschlussquoten in den Schulen erheblich verbessert haben, seit es elektrisches Licht durch Solaranlagen gibt.

Die Elektrifizierung der Schule ist ein Projekt des Vereins Sonnenenergie für Westafrika (SEWA). Der Verein arbeitet mit Zivildienstleistenden aus Deutschland, die im Rahmen des Programms Alternativer Dienst im Ausland (ADA) Solarprojekte durchführen. Die Teilnehmer übernehmen die Planung der Anlage bis hin zur Installation, wobei bei allen Projekten Einheimische mit eingebunden werden, die nach der Installation die Aufsicht der PV Anlage übernehmen. Neben der Modulspende hat SEWA eine finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erhalten. Für Centrosolar war das Projekt der Anfang einer längeren Zusammenarbeit mit SEWA. „Nach der Spende für die Schule hat es bereits Folgeprojekte gegeben“, erklärt Projektleiter Frank Heise.

Quelle: Centrosolar AG
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