Artikel vom 30.01.2009, Druckdatum 13.04.2024

ForschungsVerbund Sonnenenergie mit neuem Namen

Seit Beginn des Jahres hat der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) einen neuen Namen: Er heißt jetzt ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE). Die Umbenennung soll größere Transparenz über die vorhandenen wissenschaftlichen Kompetenzen schaffen und zeigen, dass der Verbund auf allen Gebieten der erneuerbaren Energietechnologien arbeitet. Der FVEE repräsentiert eigenen Angaben zufolge ungefähr 80 Prozent der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland und ist der größte Verbund seiner Art in Europa.

Damit sei der neue Name ein forschungspolitisch wichtiges Signal, dass der Verbund für die gesamte Palette der erneuerbaren Energien einer der zentralen Ansprechpartner für Forschung, Wirtschaft und Politik ist, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien ist eine Kooperation von Forschungsinstituten, die auf den verschiedenen Gebieten der erneuerbaren Energien arbeiten. Sein strategisches Ziel ist es, Erkenntnisse, Technologien und Methoden zu erarbeiten, damit sich die Erneuerbaren zu einer zentralen Säule einer nachhaltigen Energieversorgung entwickeln können.

Neben Fotovoltaik Solarthermie und solarem Bauen – die klassischer Weise als „Sonnenenergie“ gesehen werden – forschen die Mitgliedsinstitute auch in den Bereichen Windkraft, Meeresenergie, Geothermie Biomasse und an technologischen Lösungen der energetischen Wandlung dieser Energieträger, in Hinblick auf Kraftstoffe, Brennstoffzellen und Wasserstoff.

Für den ForschungsVerbund sei es von besonderer Bedeutung, die gesamte Bandbreite der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien abzubilden und die Komplexität einer zukunftsorientierten Versorgung mit regenerativen Energieträgern zu erfassen, um Wirkungszusammenhänge zu erkennen und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Hierzu würden die Aktivitäten der Mitgliedsinstitute in den übergreifenden Bereichen Systemanalyse, Netzmanagement, Energiespeicherung und Energieeffizienz beitragen.

Unter seiner neuen Internetadresse www.fvee.de stellt der Verbund weiterhin aktuelle und verständlich aufbereitete Informationen aus der Forschung zu erneuerbaren Energien zur Verfügung.

Mit mehr als 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern repräsentiert der FVEE eigenen Angaben zufolge ungefähr 80 Prozent der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland und ist der größte Verbund seiner Art in Europa. Gegründet wurde er 1990 auf Anregung von Bundespräsident Richard von Weizsäcker, um bestehende Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien zu intensivieren und zu bündeln und damit der Erforschung und Entwicklung von solaren und erneuerbaren Energiequellen eine langfristige Perspektive zu geben.

Von damals vier Gründungsinstituten ist der ForschungsVerbund inzwischen auf zehn Mitgliedsinstitute angewachsen: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Fraunhofer-Institut für Bauphysik (Fraunhofer IBP), Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ), Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB), Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal (ISFH), Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), Forschungszentrum Jülich, Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern), Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Quelle: ForschungsVerbund Erneuerbare Energien
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