Artikel vom 24.01.2009, Druckdatum 23.01.2022

Qimonda Solar GmbH nicht von Insolvenz der Muttergesellschaft betroffen

Nachdem die Qimonda AG (München) Insolvenz angemeldet hat, hat die CENTROSOLAR Group AG bekannt gegeben, dass die Qimonda Solar GmbH bislang nicht von der Insolvenz der Muttergesellschaft betroffen ist. CENTROSOLAR baut derzeit mit der Qimonda Solar GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Qimonda AG, ein Gemeinschaftswerk zur Produktion von Solarzellen auf. Dieses Gemeinschaftsunternehmen, Itarion Solar Lda, befinde sich planmäßig in der Phase des Aufbaus der Produktion, so die CENTROSOLAR in einer Pressemitteilung.

Centrosolar gehe daher von der Weiterführung von Itarion mit Sitz in der Nähe von Porto (Portugal) aus. Seitens der staatlichen Stellen in Portugal sei Itarion als Projekt von nationalem Interesse eingestuft worden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Kernmitglieder des Managements in Porto wollten, genauso wie die Technologieexperten, in jedem Fall an Bord bleiben.

Für den Fall einer Folgeinsolvenz der Qimonda Solar GmbH wäre Centrosolar darüber hinaus bereit, Itarion allein zu übernehmen. Centrosolar ist in Gesprächen mit den Itarion finanzierenden Banken über die Fortführung unter etwaiger alleiniger Eigentümerschaft. Gleichwohl bleibt es nach Aussage der Centrosolar das Ziel, Itarion mit einem Technologiepartner zu betreiben. Centrosolar plant, in Absprache mit Qimonda Solar GmbH, Halbleiter- und Solarunternehmen als weitere Partner in Itarion einzuladen.

Sollte die Fortführung wider Erwarten scheitern, würde nach Einschätzung des Vorstands ein potenzieller Totalverlust der Centrosolar-Beteiligung an Itarion einen weiteren Barmittelbedarf von bis zu 18 Millionen Euro für Centrosolar bedeuten, sofern zudem Qimonda Solar GmbH hinsichtlich der Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen ausfallen sollte.

Die Centrosolar Gruppe verfügt eigenen Angaben zufolge über die Liquidität, eine mögliche Belastung dieser Größenordnung hinzunehmen. Davon sei jedoch aus heutiger Sicht nicht auszugehen, da Itarion aufgrund seiner „überlegenen Kostenposition sowie des durch die Erfahrungen nicht nur in Fotovoltaik sondern auch im Halbleiterbereich einzigartigen Technologieteams nach wie vor ein attraktives Investment für alle Beteiligten darstellt“, so die Centrosolar in der Pressemitteilung abschließend.

Quelle: CENTROSOLAR Group AG
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