Artikel vom 24.11.2008, Druckdatum 04.07.2020

Goethe-Institut Bangalore: Fotovoltaik-Anlage bringt Unabhängigkeit

Zusammen mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) konnte die IBC SOLAR AG (Bad Staffelstein) jetzt eine Fotovoltaik Anlage auf dem Dach des Goethe-Instituts im indischen Bangalore feierlich einweihen. Das Fotovoltaik Systemhaus IBC SOLAR hat dieses Leuchtturm-Projekt, das vom Solardach-Programm der dena teilfinanziert wurde, mit seinem südindischen Partner Selco Solar durchgeführt. Durch die solare Stromversorgung kann sich das Goethe-Institut zukünftig bei Ausfällen des örtlichen Stromnetzes unabhängig mit Energie versorgen.

Dr. Christine Wörlen, Bereichsleiterin für regenerative Energien bei der dena, ist vom Zukunftspotenzial der Fotovoltaik in Indien überzeugt: „Indien könnte ein wichtiger Markt werden. IBC SOLAR ist als Solar-Pionier bereits seit 1982 im Bereich Fotovoltaik tätig und ein ausgezeichnetes Aushängeschild für Renewables Made In Germany. Durch Kompetenz und Engagement konnten sie eine auf die Bedürfnisse des Goethe-Instituts maßgeschneiderte Lösung finden, die nun auch bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes den ungestörten Lehrbetrieb sicherstellt Dieses Leuchtturmprojekt soll als gutes Beispiel für andere Unternehmen und Organisationen in Bangalore und in ganz Indien dienen und die praktischen Vorteile der Solarenergie verdeutlichen.“ Die dena unterstützt mit ihrem Solardach-Programm deutsche Fotovoltaik Unternehmen dabei, ihre Technologien im Ausland auf deutschen Schulen oder Institutionen zu installieren.

Auf dem Dach des Goethe-Instituts hat IBC SOLAR 35 Solarmodule mit einer Kapazität von 7,8 Kilowatt peak installiert. Das Institut kann die von der Fotovoltaik Anlage erzeugte Energie direkt nutzen und seine Energiekosten spürbar senken. Auch wenn das öffentliche Netz ausfällt, springt sofort das angeschlossene Notfallsystem von SMA (Sunny Backup) ein und versorgt das Gebäude netzunabhängig mit Strom Somit trägt das Fotovoltaik System dazu bei, dass der Betrieb des Instituts nicht von Stromausfällen beeinträchtigt wird.

Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG, übergab nun die Fotovoltaik Anlage im Beisein des deutschen Generalkonsuls Stefan Meier offiziell an die Institutsleiterin Dr. Evelin Hust. Zahlreiche Expertinnen und Experten, darunter der deutsche Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Mitglied des UN Klimarats, der zusammen mit Al Gore 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war, erörterten die Vorteile fotovoltaischer Energiegewinnung für Indien. Besonders in Indien ist die Nachfrage nach zuverlässiger Energie groß. Stromausfälle liegen an der Tagesordnung und stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Solarenergie stellt eine zuverlässige Lösung dar. 

„Gerade das sonnenverwöhnte Indien kann durch die Fotovoltaik einen hohen Anteil seines Energiebedarfs decken”, erklärt Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Mitglied des UN-Weltklimarats. „Die Fotovoltaik Anlagen produzieren zuverlässig umweltfreundlichen Strom und können dazu beitragen, die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien verlässlich mit Energie zu beliefern, ohne den CO2-Ausstoß ins Unermessliche zu treiben. Aufstrebende Märkte wie Indien können von dem Know-how von Branchenexperten wie IBC SOLAR profitieren. Das Beispiel Goethe-Institut zeigt, wie Energiebedarf und Klimaschutz in Einklang gebracht werden können.“

Quelle: IBC SOLAR AG
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