Artikel vom 12.08.2008, Druckdatum 26.06.2022

SolarWorld AG: Beginn industrieller Solarsilizium-Produktion

Die SolarWorld AG (Bonn) hat zusammen mit der Evonik Industries AG (Essen) den Startschuss für die industrielle Herstellung von Solarsilizium gegeben und die erste Produktionsanlage ihres Gemeinschaftsunternehmens Joint Solar Silicon GmbH & Co. KG (JSSI) im badischen Rheinfelden eingeweiht. Das Joint Venture stellt Solarsilizium aus Monosilan her und startet die industrielle Produktion mit einer jährlichen Kapazität von 850 Tonnen.

Das weltweit einzigartige Produktionsverfahren zeichne sich durch eine hohe Effizienz aus: die JSSI-Technologie kann im Vergleich zur herkömmlichen Siliziumherstellung bis zu 90 Prozent der eingesetzten Energie einsparen, so die SolarWorld in einer Pressemitteilung.

„Die Verbindung von Effizienz und Qualität ist von strategischer Bedeutung, um die Energieversorgung mittelfristig mehr und mehr mit Solarstromtechnologie zu durchdringen“, betont SolarWorld-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck. „Dank solcher technologischer Fortschritte wird Solarstrom vom Dach für die Haushalte in wenigen Jahren billiger geworden sein als der Strom aus der Steckdose.“

Mit der JSSI baue der Konzern seine Aktivitäten in der Rohstoffversorgung konsequent aus und stärke damit nachhaltig das Geschäft am Beginn der solaren Wertschöpfung, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Wir fertigen aus Solarsilizium hauchdünne Wafer, die wir zu Solarzellen und -modulen weiterverarbeiten“, erläutert Frank Asbeck die integrierte Produktionskette des Konzerns.

Neben JSSI verfolgt der Konzern eigenen Angaben zufolge weitere Rohstoffaktivitäten, zu denen auch das industrielle solare Recycling am Standort in Freiberg zählt. Sämtliche Projekte stehen nach Unternehmensangaben unter der Prämisse, mit Ausweitung der Kapazitäten weitere Qualitäts- und Effizienzfortschritte zu erzielen.

Michael Müller, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium begrüßt die Investition der beiden Unternehmen in Rheinfelden: „Es ist gut, dass wir bei der Fotovoltaik aus der Nische herausgekommen sind und in die umfassende industrielle Wertschöpfung eintreten.“

Die neue Technologie ist von JSSI in Zusammenarbeit mit führenden Universitäten entwickelt worden. Das Joint Venture stellt Solarsilizium aus Monosilan her und startet die industrielle Produktion mit einer jährlichen Kapazität von 850 Tonnen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich in der Größenordnung eines zweistelligen Millionenbetrages. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält die Evonik Industries AG 51 Prozent und die SolarWorld AG 49 Prozent.

Quelle: SolarWorld AG
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