Artikel vom 05.08.2008, Druckdatum 04.12.2020

Würth Solar: Ausbau der CISfab auf 30 MW abgeschlossen

Nur knapp zwei Jahre nach dem so genannten Ramp-up der CISfab hat Würth Solar die Produktionskapazität für Solarmodule in Schwäbisch Hall von 15 MW auf 30 MW verdoppelt. Der Ausbau erfolgte im bestehenden Gebäude der CISfab und bei laufendem und komplett ausgelastetem Fertigungsbetrieb, heißt es in einer Pressemitteilung. Jährlich sollen zukünftig in Schwäbisch Hall rund 350.000 Module produziert werden.

Zur Verdopplung der Produktionskapazität hat das Unternehmen zum einen die Anlagen erweitert, gleichzeitig aber auch die bestehenden Prozesse weiter optimiert. So konnten die Taktzeiten verkürzt werden.

„Der Ausbau der CISfab lief planmäßig, so dass die Erweiterung der Produktion Ende Juli abgeschlossen wurde. Ab August werden pro Tag zirka 950 unserer GeneCIS-Module die CISfab verlassen. Jährlich werden dann in Schwäbisch Hall rund 350.000 Module produziert. Wir arbeiten rund um die Uhr: Die Produktion läuft 24 Stunden an sieben Tagen die Woche und 365 Tagen im Jahr“, erläutert Bernd Sprecher, Geschäftsführer von Würth Solar. In den Ausbau der CISfab hat Würth Solar 17 Millionen Euro investiert.

Bereits den so genannten Ramp-up der CISfab hatte Würth Solar in einer Rekordzeit geschafft. So wurde nach Eröffnung der Fabrik im Oktober 2006 die geplante Produktionskapazität von 15 MW schon nach neun Monaten erreicht.

Mit dem Ausbau der CISfab reagiert Würth Solar auf das große Interesse an CIS-Modulen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die hohe Nachfrage bestehe derzeit vor allem in Deutschland, zunehmend aber auch in Ländern wie Spanien und Italien. Dort wird die Solarenergie nach dem Modell des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert, was sich positiv auf den Markt auswirkt.

CIS-Solarmodule haben nach Ansicht des Unternehmens auch in Zukunft ein hohes Innovationspotenzial hinsichtlich ihrer Produkteigenschaften. Damit zählt CIS nach Einschätzung von Würth Solar zu den Technologien mit hervorragenden Zukunftsaussichten. GeneCIS-Module von Würth Solar erreichten schon jetzt in der Serienproduktion einen stabilen Modulwirkungsgrad von 12 Prozent.

Das Innovationspotenzial werde unter anderem bei der Energiebilanz deutlich, so das Unternehmen: So sei die Energy Payback Time, also die Zeit, bis ein Solarmodul die Energie erzeugt hat, die zu seiner Herstellung benötigt wurde, bei CIS-Modulen besonders gering. Sie beträgt laut des von der EU geförderten, unabhängigen SENSE-Projekts in Südeuropa 1,3 Jahre und in Mitteleuropa 2,1 Jahre. Die vergleichbare Zeit von kristallinen Silizium-Modulen liegt nach Aussagen der SENSE-Studie rund 50 bis 70 Prozent darüber.

Quelle: Würth Solar
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