Artikel vom 10.07.2008, Druckdatum 20.11.2019

Tagungsband zeigt neueste Produktionstechnologien für die Solarenergie

Wie stellt man eigentlich Solarzellen solarthermische Kollektoren oder gar ganze solarthermische Kraftwerke her? Fotovoltaik solarthermische Kraftwerke und Kollektoren sind vergleichsweise junge Technologien. Das soeben erschienene Themenheft „Produktionstechnologien für die Solarenergie“ des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) stellt die neusten Ergebnisse und Entwicklungen von Produktionstechnologien für Solarzellen und für solarthermische Kraftwerke und Kollektoren vor.

Um die Klimaziele zu erfüllen, muss der Anteil von Fotovoltaik solarthermischen Kraftwerken und Kollektoren an der Energieversorgung in den nächsten Jahren sehr stark steigen, so der FVS. Deshalb ist eine kostengünstige Herstellung die Voraussetzung für ein schnelles Marktwachstum. Dafür arbeiten Forschung und Industrie Hand in Hand.

Im Wechselspiel angewandter Forschung in den Instituten des FVS und der Pilotierung in den Firmen werden Herstellungsprozesse verbessert: Der Materialeinsatz wird reduziert und der Anlagendurchsatz gesteigert. Dabei spielen Qualitätssicherung, Zuverlässigkeiten und die Verlängerung der Produktlebensdauer eine wichtige Rolle.

Auf dem Weg von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Massenfertigung denken die Forscher und Forscherinnen zum Beispiel bei der Verbesserung von Solarzellenstrukturen und Wirkungsgraden auch immer an deren Umsetzbarkeit in Prozesstechnologien und -verfahren bei der Produktion.

So haben beispielsweise Institute des ForschungsVerbunds in Kooperation mit der Firma Q-Cells AG eine neue Solarzellenstruktur sowie ein Verfahren zu deren Massenfertigung entwickelt, das es erlaubt, fast im Sekundentakt Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von über 20 Prozent zu produzieren. Höhere Wirkungsgrade und niedrigere Produktionskosten sollen es ermöglichen, die Preise entsprechend der verringerten Stromeinspeisevergütungen des EEG zu senken.

Die Veröffentlichung ist reich illustriert und gut verständlich. Über den Kreis der Forschenden hinaus wendet sie sich an Wirtschaft und Politik und kann auch als Unterrichtsmaterial verwendet werden. Dem gedruckten Band liegt auch eine DVD bei, die alle Artikel in elektronischer Form enthält. Zusätzlich kann man dort auf Video einen Vortrag zum Klimawandel anschauen. Außerdem stehen alle Artikel im Internet unter www.FV-Sonnenenergie.de als kostenlose Downloads zur Verfügung.

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist eine Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute für erneuerbare Energien. Das Themenspektrum reicht von Fotovoltaik über Wasserstofftechnologien und Geothermie bis hin zur Windenergie. Mit etwa 1.600 Mitarbeitenden repräsentiert der FVS ungefähr 80 Prozent der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland.

Das Heft „Produktionstechnologien für die Solarenergie“ kann kostenfrei bei der FVS-Geschäftsstelle bestellt werden und steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie
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