Artikel vom 01.07.2008, Druckdatum 19.06.2024

Solar-Fabrik-Tochter erweitert Kapazitäten für Silizium-Recycling

Die Solar-Fabrik-Tochter Poseidon Solar Services Pvt Ltd. in Chennai/Indien eröffnet ein neues Werk zum Recycling von Silizium. Damit werde die Kapazität zur Aufbereitung von Silizium auf mehr als 600 MT pro Jahr erhöht. Diese Menge erlaubt die Herstellung von zirka 75 MW Solarmodulen. Weil Polysilizium in der weltweit boomenden Fotovoltaik Industrie derzeit knapp ist, sei die neue Recyclinganlage ein wichtiger strategischer Schritt, um die Kernkompetenz bei der Silizium-Aufbereitung zu stärken, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Das neue Werk zur Silizium-Aufbereitung ist mit modernster Technologie ausgestattet. „Diese Anlage ist einzigartig. Weltweit gibt es nur eine Handvoll von Anlagen zur Silizium-Aufbereitung und diese hat als einzige eine vollautomatische Fertigungslinie“ erläutert Christoph Paradeis, CEO der Solar-Fabrik AG. „Das stärkt unsere Marktposition bei der Silizium-Aufbereitung. Die neue Produktionsstätte bietet genügend Raum für das geplante Wachstum der nächsten Jahre. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Anlage auf der Basis der Poseidon-eigenen Ingenieurleistungen geplant und gebaut wurde.“

Poseidon hat für die erste Jahreshälfte 2009 noch weitreichendere Pläne. „Wir planen, eine neuartige Prozesstechnologie für die Aufbereitung von stark verunreinigtem Silizium zu installieren, das derzeit noch nicht verwendbar ist“, erklärt Narayanan Venugopal, der Geschäftsführer von Poseidon Solar Services Pvt Ltd. „Dann wird unser Produktionsoutput bei der Siliziumufbereitung signifikant höher liegen als bei sämtlichen Mitbewerbern. Dies wird die Beschaffung von Rohmaterial weiter stärken, die durch Global Expertise Wafer Division erfolgt.“ Global Expertise Wafer Division (GEWD) ist ebenfalls ein Solar-Fabrik-Tochterunternehmen mit Sitz in Malaysia.

Auf dem Dach des neuen Poseidon-Werks wurde eine Fotovoltaik Anlage mit einer Leistung von 25 kWp installiert. Der erzeugte Solarstrom wird direkt im Werk genutzt. Gleichzeitig dient das Solarkraftwerk als Versuchsanlage, mit der unterschiedliche Technologien auf ihre Eignung für den wachsenden indischen Markt untersucht werden. So kommen Module mit mono- und multikristallinen Zellen zu Einsatz. Die Zellen wurden von Q-Cells zur Verfügung gestellt. Nach deutschen Maßstäben klein – für die Region jedoch ein innovatives Pilotprojekt. Daher interessieren sich bereits einige Universitäten für eine Kooperation mit Poseidon: indische Studenten sollen die Möglichkeit erhalten, Erfahrung mit neuen Technologien zu sammeln.

Quelle: Solar-Fabrik AG

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