Artikel vom 04.03.2008, Druckdatum 26.05.2020

Fraunhofer ISE Solarzellen-Forscher erhalten Eni Award 2008

Für ihre Arbeiten zu dünnen hocheffizienten Silizium Solarzellen erhalten Dr. Stefan Glunz und seine Kollegen Dr. Oliver Schultz, Dr. Daniel Kray und Dr. Ansgar Mette den Eni Award 2008 in der Kategorie Science & Technology des italienischen Energiekonzerns Eni. Die Fraunhofer ISE-Forscher haben gemeinsam mehrere neue Prozess-Schritte für eine effizientere Stromausbeute aus Silizium Solarzellen entwickelt. Die Preisgeber hoben auch die enge Kooperation der ISE-Wissenschaftler mit der Fotovoltaik Industrie hervor.

Das italienische Energieunternehmen Eni fördert mit dieser Auszeichnung technologische Innovationen im Bereich Erneuerbare Energien. Ein internationales Gremium aus renommierten Wissenschaftlern, darunter Nobelpreisträger Harold W. Kroto, bildete die Jury. Die offizielle Preisverleihung findet im Mai in Italien statt. 

Stefan Glunz, Abteilungsleiter „Silizium Solarzellen – Entwicklung und Charakterisierung“ am Fraunhofer ISE, hat gemeinsam mit seinen Kollegen mehrere neue Prozessschritte für eine effizientere Stromausbeute aus Silizium Solarzellen entwickelt. Diese technologischen Neuerungen werden nun sukzessive in die industrielle Produktion überführt und tragen somit zur Kostensenkung für Solarstrom bei. 

Neue Zellstrukturen und Metallisierungsverfahren für dünne Silizium-Wafer stehen dabei im Mittelpunkt. Zu den herausragenden Ergebnissen der Freiburger Forscher zählt der 20,3 Prozent-Weltrekord für multikristalline Silizium Solarzellen ebenso wie eine 40 µm dünne monokristalline Silizium-Solarzelle mit über 20 Prozent Wirkungsgrad sowie kontaktlose Metallisierungsverfahren mittels Aerosoldruck. 

Hervorgehoben wurde von den Preisgebern auch die enge Kooperation der ISE-Wissenschaftler mit der Fotovoltaik Industrie. „Wir freuen uns sehr über den Eni Award“, so Stefan Glunz, „er bestätigt nicht nur die Arbeit des gesamten Hocheffizienz-Teams aus Technikern und Wissenschaftlern, sondern auch unsere Strategie, gemeinsam mit den Solarzellenherstellern kontinuierlich an der Ausschöpfung des Potenzials der kristallinen Silizium-Technologie zu arbeiten.“ 

Der 2008 neu benannte Eni Award wurde zuvor zehn Mal als Eni Italgas Prize verliehen. In der Kategorie Science & Technology wurde der Preis zweimal vergeben. Stefan Glunz und seine Kollegen teilen sich die Auszeichnung mit Arthur J. Nozik vom amerikanischen National Renewable Energy Laboratory. 

Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
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