Artikel vom 13.02.2008, Druckdatum 21.02.2024

„Der Fotovoltaik sind keine Grenzen mehr gesetzt“

Die juwi-Gruppe aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) hat einen weiteren Meilenstein beim Bau der weltgrößten Fotovoltaik Anlage erreicht: Mit der gestrigen Inbetriebnahme eines weiteren Solarfeldes ist der Energiepark „Waldpolenz“ mit aktuell über 12,5 Megawatt (MW) Leistung das größte Solarkraftwerk in Deutschland. Nach kompletter Fertigstellung werden in dem Solarstrom-Kraftwerk im sächsischen Muldentalkreis pro Jahr etwa 40 Millionen Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt.

Auf einem ehemaligen Militärflughafen in den Gemeinden Brandis und Bennewitz östlich von Leipzig errichtet die juwi-Gruppe bis Ende 2009 eine 40-MW- Anlage mit modernster Dünnschicht-Technologie. Aktuell sind bereits rund 17.500 Stahlpfosten aufgestellt, knapp 5.000 Aluminiumtische damit verschraubt und über 200.000 Solarmodule auf diesen nach Süden geneigten Unterkonstruktionen montiert und verkabelt; dies entspricht einer Gesamtleistung von knapp 15 MW.

Das Solarkraftwerk wird jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. juwi ist als Generalunternehmer für Planung, Logistik und Bauleitung verantwortlich. „In einer Zeit, wo alle Welt über den Klimawandel diskutiert, zeigen wir somit die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien“, betont juwi-Vorstand Matthias Willenbacher. „Solarstrom schont nicht nur die Umwelt, sondern macht auch unabhängig von teuren Energieimporten und schafft neue Arbeitsplätze. Freiflächenanlagen als preisgünstigstes Fotovoltaik Segment tragen maßgeblich zu diesem Erfolg bei“, so der Solarpionier weiter.

Gleichzeitig gibt dieses Projekt laut juwi dem regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt neue Impulse: Während des Baus sind bis zu 100 Menschen – überwiegend aus der Region – im Energiepark „Waldpolenz“ mit der Montage der Anlage beschäftigt. Nach der Inbetriebnahme werden juwi-Mitarbeiter auch für die Betriebsführung sowie den Service und die Wartung des Solarparks tätig sein. 

Durch Solarprojekte dieser Art werden bundesweit zudem zahlreiche Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie – bei der Herstellung von Solarmodulen, Wechselrichtern und im Metallbau – geschaffen, so die juwi. Beispielsweise würden die rund 550.000 Solarmodule überwiegend in der neuen Produktionsstätte für Solarmodule der Firma First Solar in Frankfurt an der Oder hergestellt. Auch die Wechselrichter und die Unterkonstruktionen werden nach Angaben der juwi in Deutschland gefertigt.

Das Investitionsvolumen für den Solarpark „Waldpolenz“ beträgt rund 130 Millionen. Die SachsenFonds GmbH bietet seit Spätsommer 2007 interessierten Anlegerinnen und Anlegern eine Beteiligung an dem Projekt in Form eines geschlossenen Fonds an. Damit erhielten auch Einwohner der Region die Möglichkeit, sich an diesem einzigartigen Projekt mit Beträgen ab 5.000 Euro zu beteiligen, so die juwi.

Philosophie der juwi-Gruppe sei es, so schnell wie möglich Solarstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren. „Mit der Anlage in Waldpolenz zeigen wir, dass der Fotovoltaik keine Grenzen mehr gesetzt sind“, betont Willenbacher. Schon in acht bis zehn Jahren rechnet die Solarbranche damit, dass Solarstrom zu Preisen angeboten werden kann, der unter dem Tarif für Haushaltskund/innen liegen wird. Ein wichtiger Partner werde dabei der weltweit führende Dünnschicht-Spezialist First Solar sein, der ebenso wie juwi das Ziel einer schnellen Markteinführung von Solarstrom verfolgt, so das Unternehmen.

Quelle: juwi solar GmbH
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