Artikel vom 21.01.2008, Druckdatum 25.06.2022

Häuser, (fast) nur solar beheizt

Gerade in Zeiten rasant steigender Preise für Öl, Gas und Strom wird es langsam unbezahlbar, Häuser konventionell zu beheizen. Sonnenhäuser dagegen bieten nicht nur optimalen Wohnkomfort, auch die Unterhaltskosten sind konkurrenzlos günstig: Echte Sonnenhäuser werden zu über 50 Prozent ganzjährig mit Solarwärme versorgt. Wie das funktioniert, lernen Architekten, Planer, Energieberater und Handwerker am 1. und 2. Februar 2008 in Braunschweig. Dort führt das Sonnenhaus Institut Straubing das 4. bundesweite Sonnenhaus Intensivseminar durch.

Auf die aktive Nutzung des kostenfreien und krisensicheren „Rohstoffs“ Sonne setzt das Sonnenhaus die neue Generation des Niedrigstenergiehauses. Bis zu 100 Prozent des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser können bei einem Sonnenhaus solar gedeckt werden, mindestens 50 Prozent sollten möglichst gedeckt sein, um von einem Sonnenhaus zu sprechen. Für den Restwärmebedarf wird der heimische Rohstoff Holz genutzt. 

Ziel eines Sonnenhauses ist es, bei geringstmöglichem Primärenergieaufwand einen möglichst hohen Wohnkomfort und weitgehende Unabhängigkeit von Energiekrisen zu erreichen. Dabei zeichnet sich das Sonnenhaus durch sein bis ins Detail durchdachtes, ausgewogenes Gesamtkonzept aus. Sonnenhäuser leisten außerdem über Jahrzehnte echte Beiträge zum Klimaschutz, weil auf die Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle zur Beheizung verzichtet wird. CO2-neutral nachwachsendes Holz liefert die zur Vollversorgung mit Sonnenkraft fehlende Wärmemenge, in hochwertigen und sauberen Stückholz- oder Pelletkesseln gewonnen. 

„Uns geht es darum, die Nutzung der Solarwärme voranzutreiben“, erläutert Diplomingenieur Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus Instituts. „Sonnenkollektoren können heute sehr viel mehr, als nur ein bisschen Brauchwasser erwärmen oder etwas die Heizung unterstützen. Die Technik ist ausgereift. Vielen ist das nicht bewusst. Das sind für Planer und Handwerker dreifach verpasste Chancen: für das Klima, für die eigene Auftragslage und die Kunden.“

Das Sonnenhaus Intensivseminar in Braunschweig zeigt neben den Grundlagen zum Solaren Bauen auch die notwendige solare Heizungstechnik mit Großspeichern und Marketing-Aspekte auf. Die Referenten können auf Praxiserfahrung von über 100 Projekten im Süddeutschen Raum im Neu- und Altbaubereich zurückgreifen. Kooperationspartner sind ist der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und die Firma SOLVIS. 

Das kostenpflichtige Seminar für Architekt/innen, Planer/innen, Energieberater/innen und Handwerker/innen wird in Zusammenarbeit mit der Firma SOLVIS in der Null-Emissionsfabrik durchgeführt. Die ersten drei Seminare im vergangenen Jahr waren mit jeweils über 40 Teilnehmern aus ganz Deutschland sehr gut besucht. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen zum Seminar und zur Technik unter www.sonnenhaus-institut.de

Quelle: Sonnenhaus Institut e.V.
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