Artikel vom 17.01.2008, Druckdatum 27.05.2020

Echter Ökostrom statt Mogelpackung

Ist mein Strom wirklich grün? - Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind durch die jüngsten Nachrichten aus der Ökostrom-Branche irritiert: Atomstrom wird umdeklariert und als Ökostrom verkauft. Damit man sicher gehen kann, keinen Atom- oder Kohlestrom zu beziehen, empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die vier bundesweiten Ökostrom-Anbieter Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energy und die Elektrizitätswerke Schönau.

Das legale Umetikettieren von konventionell erzeugtem Strom zu „Ökostrom“ wird durch das RECS-Siegel möglich, erläutert der BUND in seinem jüngsten Ökotipp. RECS, das „Renewable Energy Certificate System“, erlaubt es, konventionellen Strom als Ökostrom zu verkaufen. Die konventionellen Anbieter verteilten Stromanteile häufig nur um.

Bei den vier bundesweiten Ökostrom Anbieter Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energy und den Elektrizitätswerken Schönau bestehen keine eigentumsrechtlichen Verflechtungen mit einem Stromkonzern, der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt, so der BUND. Im Gegensatz zu Ökostrom Tarifen der großen Energiekonzerne werde hier der Ausbau von Ökostrom Anlagen vorangebracht. 

Weitere Informationen gibt es unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder www.bund.net im Internet. Wer zukünftig regelmäßig die BUND-Ökotipps erhalten möchte, kann sich hier anmelden.

Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
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