Artikel vom 28.11.2007, Druckdatum 18.08.2022

Sunways AG steigt in Polysilizium-Herstellung ein

Das Konstanzer Fotovoltaik Unternehmen Sunways wird von der Schmid Silicon Technology eine schlüsselfertige Anlage zur Produktion von Polysilizium erwerben und diese in eine eigene Gesellschaft einbringen. Die Anlage basiere auf dem Monosilan-Prozess, werde eine Jahresproduktionskapazität von 1.000 Tonnen besitzen und am Industriestandort Schwarze Pumpe im Freistaat Sachsen stehen, teilt die Sunways in einer Pressemeldung mit. Sunways will aus dieser Anlage voraussichtlich Ende 2009 erstes Silizium gewinnen.

Ab 2010 sollen die vollen 1.000 Tonnen Jahreskapazität verfügbar sein, so die Sunways AG weiter. Dieses Siliziumvolumen reiche aus für die Produktion von Wafer für Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt. Die Kosten dieses Produktionsverfahrens werden sich laut Sunways voraussichtlich unter dem bislang bekannten Kostenniveau der Polysiliziumproduktion bewegen.

Das für den Produktionsprozess notwendige Trichlorsilan werde durch einen in der Produktion dieses Eingangsstoffes erfahrenen Industriepartner bereitgestellt, heißt es weiter. Über die weiteren Einzelheiten des Vertrags wurde zum aktuellen Zeitpunkt Stillschweigen vereinbart. Der Erwerb dieser Produktionslinie sei Bestandteil der langfristigen und wirtschaftlich vorteilhaften Rohstoffversorgung der Sunways AG.

Die Schmid Silicon Technology ist ein Unternehmen der Schmid-Gruppe (Freudenstadt), Hersteller von modularisierten Anlagen zur Solarzellen Produktion. Schmid plant im Freistaat Sachsen am Industriestandort Schwarze Pumpe ein Technologiezentrum für die Entwicklung von Prozessen und Equipment zur Siliziumherstellung, basierend auf dem Monosilan-Prozess. 

Als Generalunternehmer für mehrere internationale Fotovoltaik Unternehmen realisiere Schmid am sächsischen Standort mehrere modulare Silizium-Produktionen mit jeweils einer jährlichen Kapazität von etwa 1.000 Tonnen Silizium (Monosilan-Prozess), die von einer Betreibergesellschaft zentral mit den notwendigen Vorprodukten (TCS, Gase, Energie) versorgt würden, heißt es in der Pressemeldung.

Quelle: Sunways AG


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