Artikel vom 24.10.2007, Druckdatum 29.09.2022

Einsparprojekt in Freiburger Schule voller Erfolg

Sie investierten in eine neue Beleuchtungsanlage, eine verbesserte Heizungs- und Lüftungssteuerung, eine Fotovoltaik Anlage sowie eine thermische Solaranlage für die Warmwasserbereitung und gewannen mehr als nur geringere Energiekosten. Nach achtjähriger Projektzeit konnte die Staudinger Gesamtschule in Freiburg mit ihrem „Einsparkraftwerk“ eine durchweg positive Bilanz ziehen. Rechtzeitig zum Projektabschluss bringt die ECO Watt GmbH nun für alle Nachahmer eine spannende Broschüre heraus, die von der Energieagentur Regio Freiburg vertrieben wird.

Eltern, Lehrern und Freiburger Bürgerinnen und Bürger gründeten 1999 eine Gesellschaft, die Kapital für die Sanierung eines öffentlichen Gebäudes bereitstellten. Mit rund 270.000 Euro wurden vielfältige Verbesserungen in der Energietechnik der Staudinger Gesamtschule vorgenommen: Eine neue Beleuchtungsanlage wurde eingebaut, die Heizungs- und Lüftungssteuerung wurde verbessert und Maßnahmen zur Wassereinsparung wurden umgesetzt. Darüber hinaus investierte die ECO-Watt-Gesellschaft in eine Fotovoltaik Anlage sowie in eine thermische Solaranlage für die Warmwasserbereitung.

Kosteneinsparungen von rund 80.000 Euro pro Jahr waren die Folge, meldet jetzt die Energieagentur Regio Freiburg. Damit konnten die Investitionen innerhalb von 8 Jahren vollständig refinanziert werden. Außerdem konnte eine Rendite von 6 Prozent pro Jahr für die Anleger erwirtschaftet und der Staudinger Gesamtschule ein Betrag von insgesamt 79.000 Euro zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt werden. Die positive Bilanz nach achtjähriger Projektlaufzeit lässt sich darüber hinaus so zusammenfassen:

5,4 Millionen Kilowattstunden Wärme wurden eingespart (das entspricht dem Spritverbrauch von 200 Erdumrundungen mit einem PKW), zwischen 1999 und 2007 wurden jährlich zwischen 20 und 30 Prozent weniger Wärme verbraucht als in den Vorjahren.

1,4 Millionen Kilowattstunden Strom wurden eingespart (das entspricht dem Stromverbrauch von 60 Haushalten in 8 Jahren), d.h. 20 bis 25 Prozent weniger als in den Vorjahren.

77 Millionen Liter Wasser wurden eingespart (das entspricht 500.000 Wannenbädern), d.h. mehr als 70 Prozent Einsparung im Vergleich zu den Vorjahren.

Außerdem wurden durch das ECO Watt Projekt 2.650 Tonnen CO2 eingespart. 

Deshalb können sich jetzt alle Nachahmer, Entscheidungsträger in den Kommunalverwaltungen, Eltern- und Lehrerarbeitskreise, Energieberater und sonstige Interessierte in der Broschüre „Klimaschutz als Kapitalanlage ECO Watt - Das Einsparkraftwerk mit Bürgerbeteiligung“ informieren, wie sie auch bei sich in der Kommune, Schule oder im Verein ein ähnliches Projekt aufziehen können. Die Broschüre fasst ansprechend und leicht verständlich von der Ideenentwicklung, den Höhen und Tiefen der Umsetzungsphase bis zu der Auswertung der Ergebnisse den Projektverlauf zusammen.

Der Präsident des Wuppertal Instituts, Prof. Dr. Peter Hennicke, steuerte ein Grußwort bei, in dem er vorschlägt, die „außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des Projektes auf andere Schulen in Deutschland und Europa zu übertragen.“ Schüler/innen und Lehrer/innen berichten von ihren Erfahrungen, und Eltern schildern, wie ihre zu „Energiefüchsen“ ausgebildeten Kinder plötzlich auch zuhause mit dem Aufdecken von Energieeffizienzpotenzialen begonnen haben.

„Klimaschutz als Kapitalanlage - ECO Watt - Das Einsparkraftwerk mit Bürgerbeteiligung“
Text, Redaktion: Dieter Seifried 
40 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Preis 7,50 € zuzüglich Versandkosten
Bestellung über www.energieagentur-freiburg.de
oder telefonisch unter Tel. 0761-79177-0 

Quelle: Energieagentur Regio Freiburg
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