Artikel vom 23.10.2007, Druckdatum 04.07.2020

Deutsche Solardächer gehen um die Welt

Das Solardachprogramm der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) startet in die nächste Runde. Die Projekte für 2008 in Afrika, Asien, Australien und Europa umfassen neben den Standardanlagen jetzt auch gebäudeintegrierte Fotovoltaik Anwendungen (BIPV) und Fotovoltaik Anlagen zur Elektrifizierung ländlichen Raums in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel des Solardachprogramms ist es, Kenntnisse über Anwendungsmöglichkeiten, Installation, Finanzierung und Ertrag der Solartechnik zu vermitteln.

Auch im nächsten Jahr sind wieder neue Solardächer mit namhaften deutschen Systemanbietern und Herstellern von Solartechnik geplant, meldet die dena. Unter anderem in Taiwan (abakus energiesysteme GmbH), Indonesien (Sunset Energietechnik GmbH), Australien (Phoenix Solar AG), Senegal (Solar 23 GmbH), Südafrika (Schüco International KG), Ägypten (Kaco Gerätetechnik GmbH), Indien (IBC SOLAR AG), Großbritannien (Viessmann Werke GmbH & Co KG) und Jordanien (Synlift Systems GmbH). Noch in diesem Jahr werden die beiden Dächer an den Deutschen Schulen in Bilbao und in Santa Cruz auf Teneriffa zusammen mit dem Modulhersteller Solon AG eingeweiht.

2004 wurde mit dem Olympischen Solardach in Athen das erste Solardachprojekt im Rahmen des Programms „Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) realisiert. Heute demonstrieren laut dena 14 Projekte in 13 Ländern erfolgreich die Vielfalt und Qualität deutscher Solartechnik im Ausland und erleichtern deutschen Solarunternehmen gleichzeitig den Einstieg in wichtige Zielmärkte.

Von solarer Stromerzeugung, über Warmwasserbereitung bis hin zu Gebäudeheizung- und -kühlung präsentieren die Demonstrations- und Referenzanlagen die gesamte Palette deutscher Solar-Technologie. So zum Beispiel die solare Heiz- und Kühlungsanlage am Haribo-Museum in Uzès/Frankreich, die Fotovoltaik Anlage und Outdoor-Ausstellung über Solartechnik an der Emirates National School in Abu Dhabi und die Solarthermieanlage zur Brauchwassererwärmung an der Deutschen Schule in Santiago de Chile. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam die Solarhybrid Anlage im tansanischen Mbinga, die mit dem Roy Family Award der Harvard University ausgezeichnet wurde.

Ziel des Solardachprogramms ist es, Kenntnisse über Anwendungsmöglichkeiten, Installation, Finanzierung und Ertrag von Fotovoltaik , Solarthermie und solaren Kühlungstechnologien in aussichtsreichen Märkten zu verbreiten und den Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen zu fördern. Dabei werden Solaranlagen als Demonstrations- und Referenzanlagen installiert und durch PR-, Marketing und Schulungsmaßnahmen begleitet.

Das Programm „Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland“ wird von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) koordiniert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kofinanziert. Weitere Informationen zu den bisherigen dena-Solardächern unter www.exportinitiative.de.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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