Artikel vom 04.09.2007, Druckdatum 26.06.2022

Q-Cells AG: Die Sonne Italiens nutzen

Die Q-Cells AG aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt hat die ersten langfristigen Absatzverträge für Solarzellen mit italienischen Partnern abgeschlossen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz auf der Europäischen Fotovoltaik Konferenz und -Messe EUPVSEC in Mailand haben Europas größter Solarzellenproduzent und fünf unabhängige italienische Modulproduzenten ihre Erwartungen und Pläne für den italienischen Markt vorgestellt. Italien zählt nach Ansicht von Experten und Marktbeobachtern zu den bedeutendsten Wachstumsmärkten der kommenden Jahre.

Mit den Modulherstellern Brandoni Solare S.p.A. (Urbisaglia/Marken) und Vipiemme Solar (Navacchio/Toskana), Invent S.r.L. (Venedig), Renergies Italia S.p.A. (Urbisaglia/Marken) und Vipiemme Solar (Isso/Lombardei) konnte Q-Cells fünf neue Partner gewinnen. Gemeinsam mit den neuen Partnern wolle Q-Cells die führende Stellung auf dem italienischen Markt einnehmen, sagte Vorstand Anton Milner laut einer Pressemitteilung. „Der italienische Markt ist einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte für die Solarindustrie.“ Die Lieferverträge mit den fünf Unternehmen haben eine Laufzeit von mehreren Jahren, bereits in diesem Jahr sollen die ersten Zellen geliefert werden.

Italien zählt nach Ansicht von Experten und Marktbeobachtern zu den bedeutendsten Wachstumsmärkten der kommenden Jahre. Laut den jüngsten Schätzungen von Bankanalysten ist für das Jahr 2010 ein Gesamtmarkt für Fotovoltaik Anlagen von mehr als einem Gigawattpeak möglich. Angesichts einer installierten Leistung in 2006 von gerade mal sechs MWp wäre das eine explosionsartige Entwicklung, die durchaus mit dem deutschen Marktwachstum der letzten Jahre zu vergleichen sei, so die Q-Cells AG.

Grundlage diese Wachstums sei – neben dem italienischen Sonnenschein – die gesetzliche Einspeiseregelung für Solarstrom (Conto Energia). Voraussetzung für ein ebenso starkes wie stabiles Marktwachstum sei, dass die italienische Regierung neben den Einspeisevergütungen auch klare Regeln zur Entbürokratisierung verabschiedet und die Deckelung des geförderten Ausbauvolumens gegebenenfalls flexibel angehoben werde, so die Q-Cells AG. Dann stünde einer positiven Entwicklung des italienischen Fotovoltaikmarktes nichts mehr im Weg.

Quelle: Q-Cells AG

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