Artikel vom 03.09.2007, Druckdatum 28.09.2022

Oerlikon Solar stellt mikromorphe Tandem-Technologie vor

In den kommenden drei bis fünf Jahren muss die Solarindustrie Kosten senken und die Effizienz so steigern, dass die Netzparität mit herkömmlichen Energiequellen Realität wird. Oerlikon Solar (Trübbach, Schweiz), ein weltweit aktiver Anbieter von felderprobten, schlüsselfertigen Lösungen für Silizium-Dünnschicht-Solarmodulen, stellte heute seine mikromorphe Tandem-Technologie vor. Dank der neuen Technologie kann der Effizienzgrad um zirka 50 Prozent gegenüber herkömmlichen amorphen Zellen gesteigert werden.

Die mikromorphe Tandem-Technologie von Oerlikon Solar kombiniert zwei unterschiedliche Siliziummaterialien - amorphes und mikrokristallines Silizium - in einer oberen und einer unteren Zelle. Die obere amorphe Zelle wandelt den sichtbaren Anteil des Sonnenspektrums um, während die untere mikrokristalline Zelle die Energie des Sonnenlichts im nahen Infrarotbereich absorbiert. Dank der neuen mikromorphen Tandem-Technologie kann so der Effizienzgrad um zirka 50 Prozent gegenüber herkömmlichen amorphen Zellen gesteigert werden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Entwickelt wurde die mikromorphe Tandem-Technologievon Dr. Johannes Meier, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Oerlikon Solar.

„Unsere neue mikromorphe Tandem-Technologie ist in der Lage, den Effizienzgrad auf über 10 Prozent zu erhöhen. Zudem ermöglicht sie eine weitere Senkung der Kosten pro Watt peak. Das macht unsere schlüsselfertigen Produktionslösungen noch attraktiver“, erklärte Dr. Uwe Krüger, Chief Executive Officer von Oerlikon. „Alle Materialien, die wir für unsere Dünnschichttechnologie verwenden, sind nicht toxisch, kostengünstig und problemlos verfügbar. Darüber hinaus verbrauchen wir zur Herstellung unserer mikromorphen Tandemmodule nur knapp die Hälfte der Energie, die wir für kristalline Zellen benötigen.“

Zudem konnte Oerlikon Solar kürzlich sein Produktportfolio durch die Einführung des Produktionssystems TCO 1200 ergänzen. Dieses wird zum Auftragen der transparenten leitenden Schichten verwendet. Dank der einzigartigen Oberflächenmorphologie dieser hochwertigen Schichten könne der Anteil der erfassten Sonnenenergie verstärkt werden, so das Unternehmen. Das System ist Bestandteil der Produktionslinie FAB 1200. Die Tatsache, dass die mikromorphe Tandem-Technologie bereits jetzt von den Kunden eingesetzt wird, zeige ihre Bedeutung für die gesamte Solarindustrie.

Einer dieser Kunden, das deutsche Fotovoltaik Unternehmen Inventux Technologies AG, unterzeichnete kürzlich einen Vertrag mit Oerlikon Solar über eine Produktionslinie mit 30 MWp Spitzenleistung zur Herstellung von mikromorphen Tandemmodulen. Standort der Produktionsanlage von Inventux wird Berlin sein. Das Projekt umfasst zudem Pläne für eine schnelle Erweiterung der Anlage auf eine Kapazität von 100 MWp Spitzenleistung, meldet das Unternehmen. 

Quelle: ppenergie
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