Artikel vom 15.08.2007, Druckdatum 19.09.2020

Conergy steigert Umsatz im ersten Halbjahr um 71 Prozent

Die börsennotierte Hamburger Conergy AG hat ihren Halbjahresumsatz um 70,6 Prozent auf 418 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 245 Millionen Euro) gesteigert. Dabei überstieg der auf 223,6 Millionen Euro mehr als verdreifachte Auslandsumsatz (Vorjahreszeitraum: 60,5 Millionen Euro) erstmals den ebenfalls leicht gewachsenen Umsatz innerhalb Deutschlands, meldet das Unternehmen. Conergy bietet ihre Systeme zur Nutzung von Solar-, Wind- und Bioenergie bereits in 26 Ländern an. Wachstumsmotor bleibt das Kerngeschäft Fotovoltaik das mit einem Wachstum von 80,3 Prozent über Erwartung zulegen konnte, so Conergy. In den übrigen Technologien gelang eine Umsatzsteigerung um 36,8 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) konnte nach Angaben des Unternehmens wegen der im Jahresverlauf steigenden Umsätze von -6,1 Millionen Euro im ersten Quartal auf +13,6 Millionen Euro im zweiten Quartal verbessert werden. Die Rohertragsmarge konnte im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zur Vorjahresperiode von 16,8 Prozent auf 21,1 Prozent gesteigert werden. Damit konnte das traditionell negative Konzernergebnis aus dem ersten Quartal (-4,9 Millionen Euro) bereits zum Halbjahr ausgeglichen werden. 

Zum Halbjahr wurde ein positives Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern in Höhe von 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet, meldet Conergy. Im Anlagenbau sei die Saisonalität des Geschäfts bei den Quartalsergebnissen zu beachten. So werde der Baubeginn vieler Großprojekte im Frühjahr gestartet, weshalb Conergy traditionell rund 50 Prozent ihres Umsatzes im vierten Quartal generiere.

Der Auftragsbestand überschritt Unternehmensangaben zufolge zum 30.06. 2007 erstmals die Milliardengrenze und stieg auf 1,238 Milliarden Euro Diese Aufträge sollen fast durchgängig innerhalb der nächsten 18 Monate zur Ausführung kommen. 62 Prozent der Aufträge kommen aus dem Ausland, wachstumsstärkste Märkte sind aktuell Korea und die USA.

Durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital konnte Conergy nach eigenen Angaben eine Verbesserung von 83 Millionen Euro erzielen und damit das selbst gesteckte Ziel von 70 Millionen Euro übertreffen. Trotz Investitionen von 37,4 Millionen Euro im zweiten Quartal habe Conergy einen positiven Netto-Cashflow von 44 Millionen Euro erzielt. Conergy erwarte, dass sich dieser positive Trend weiter fortsetzen wird. Gemeinsam mit einem Eigenkapital von 326 Millionen Euro und der syndizierten Kreditlinie von 600 Millionen Euro verfüge die Conergy Gruppe über eine solide Basis für die Finanzierung des geplanten Wachstums der nächsten Jahre.

Die Kosten sowie der Aufbau der eigenen Wafer-, Zell- und Modulproduktion in Frankfurt (Oder) seien im Plan, meldet die Conergy. Erste eigene Module seien seit Mai in internationalen Zertifizierungsprozessen, so dass die für 2007 geplanten 50 Megawatt aus eigener Produktion bereits ab Herbst auf zahlreichen Baustellen installiert werden könnten. Die Nachfrage nach den innovativen und hochqualitativen Premium-Modulen von Conergy übersteige bereits jetzt die geplanten Fertigungsmengen.

Zum 30.06.2007 beschäftigte die Conergy Gruppe 2.255 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspreche einer Steigerung um 1.164 Arbeitsplätze innerhalb der letzten zwölf Monate. Neben 573 neuen Jobs in Deutschland wurde die Anzahl der Ingenieure und Vertriebsprofis im Ausland auf 908 nahezu verdreifacht. Damit habe sich Conergy nicht nur auf das anstehende Wachstum vorbereitet, sondern auch viele Stellen für die neuen und erweiterten Produktionsstandorte geschaffen.

Quelle: Conergy AG
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