Artikel vom 27.07.2007, Druckdatum 27.06.2022

Auszeichnung für fachgerechte Altbausanierung

Einen „Beleg für die unschlagbaren Vorteile der Gebäudeintegration von Solaranlagen, besonders die intelligente Kombination von Solarthermie Wärmepumpen, Dämmmaterialien und Fotovoltaik“ nannte Dr. Jan Kai Dobelmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS), die Auszeichnung zum „Energiesparmeister“ der Kampagne „Klima sucht Schutz“ für den Architekten Hinrich Reyelts, der für seine Bemühungem um eine fachgerechte Altbausanierung geehrt wurde.

Das von ihm umgebaute Haus in Karlsruhe brachte durch innovative Ideen und einer konsequenten Ausrichtung auf solare Erträge eine massive Energieeinsparung, so die DGS. Hinrich Reyelts ist Vorsitzender des Fachausschusses Solares Bauen der DGS und hat vor drei Jahren einen „Arbeitskreis Energie“ zusammen mit Karlsruher Architekt/innen und Ingenieur/innen gegründet. Der Arbeitskreis bemüht sich, Themen rund um die Bereiche energieeffizientes Bauen, solares Bauen und Gebäude-Modernisierung in Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Institutionen publik zu machen.

Die Fassade des von ihm umgebauten und jetzt ausgezeichneten Hauses in Karlsruhe ist mit einer integrierten Dämmung mit Solarkollektoren (120 Quadratmeter) und Vakuum-Isolationspaneelen versehen. Es wurden Wärmeschutzfenster eingebaut. Das Flachdach wurde zusätzlich gedämmt und mit einer Kiesfläche versehen. Eine Wärmepumpe ist ebenfalls vorhanden. Die solare Restwärme wird zum Betrieb der Sole-Wasser-Wärmepumpe und zur Anhebung der Erdsondentemperatur genutzt.

Der Solarstromertrag deckt den Bedarf für Heizung und Haushaltsstrom (Plus-Energie-Haus). Dies ist unter anderem der Fotovoltaik Anlage mit 4,0 kWp Leistung zu verdanken. Der Architekt und seine Frau nahmen eine Vor-Ort-Beratung in Anspruch und nutzten diverse Simulationsrechnungen. Die Heizungsumwälzpumpe wurde ausgetauscht. Das Paar nutzt einen Kühlschrank der Klasse A+ sowie Energiesparlampen. Auf Standby-Betrieb wird weitestgehend verzichtet. Der reine Stromgewinn beträgt 4.200 kWh pro Jahr.

Die Wende-Reyelts nutzen das Haus als Home-Office und verbessern so ihre CO2-Bilanz. Mit den zwei PKWs werden jährlich 24.000 km zurückgelegt; die Hälfte davon entfällt auf beruflich bedingte Strecken. „Räumliche Nähe wird nicht nur als ökologisch sinnvoll, sondern auch als Steigerung von Lebensqualität angesehen.“

Mehr über die Preisverleihung unter www.klima-sucht-schutz.de/energiesparmeister.0.html

Mehr über die DGS Kampagne Altbausanierung: www.dgs.de/kfw 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS)



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