Artikel vom 03.07.2007, Druckdatum 09.08.2022

Grünbuch empfiehlt: An Klimawandel anpassen

Europa muss Maßnahmen treffen, um sich den künftigen Klimaänderungen anzupassen. Dies ist die Hauptbotschaft eines Konsultationspapiers, das die Europäische Kommission veröffentlicht hat. Das so genannte Grünbuch listet Vorschläge auf, die Europa helfen sollen, die sich wandelnden Klimabedingungen zu bewältigen. Am heutigen 3. Juli findet in Brüssel unter der Schirmherrschaft der Kommission eine Konferenz zu dem Thema statt, an der sich viele Interessengruppen beteiligen. Von hieraus soll das Grünbuch eine breite öffentliche Debatte anstoßen.

„Die Menschen in ganz Europa werden die bedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit, Arbeit und Wohnen zunehmend zu spüren bekommen“, sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. „Wir müssen den Kampf gegen die Klimaänderung an zwei Fronten kämpfen. Die globalen Treibhausgasemissionen müssen drastisch gesenkt werden, gleichzeitig muss sich Europa jedoch auch der Erderwärmung anpassen.” Dimas forderte die Mitgliedstaaten auf, eine kohärente Strategie zu verfolgen, damit später nicht überstürzte und teure Anpassungsmaßnahmen nötig werden. 

Mit Weitblick vorgenommene Anpassungsmaßnahmen bauten potenziellen Schadenssituationen vor und minimieren Gefahren für Ökosysteme, menschliche Gesundheit, Eigentum und Infrastrukturen. Zudem könnten frühzeitige Maßnahmen deutliche Wirtschaftsvorteile erbringen und soziale Umwälzungen verhindern. In Form neuer Märkte für innovative Produkte und Dienstleistungen könnte die Anpassung sogar neue Wirtschaftsperspektiven eröffnen. 

Das Grünbuch sieht vier Schwerpunktbereiche für Anpassungsmaßnahmen vor: 

1. Frühzeitige Entwicklung von Strategien in Bereichen mit großem Vorwissen;
2. Einbeziehen globaler Anpassungserfordernisse in die Außenbeziehungen der EU, z.B. durch Allianzen mit Partnerländern;
3. Forschung und Informationsaustausch;
4. Eine europäische Beratergruppe, die Strategien und Aktionen prüft. 

Mehr Informationen unter ec.europa.eu

Quelle: EU Aktuell 




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