Artikel vom 22.06.2007, Druckdatum 27.06.2022

Solartechnologie „made in Germany“ in Frankreich und Italien

In Südfrankreich und Rom haben dieser Tage zwei neue Solaranlagen aus dem Solardachprogramm der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ihren Betrieb aufgenommen. An der Deutschen Schule Rom installierte die IBC Solar AG zwei Fotovoltaikanlagen. In Uzès bei Nîmes wurden von der Phönix SonnenWärme AG eine solare Heiz- und Kühlungsanlage am Musée du Bonbon des Süßwarenherstellers Haribo errichtet.

„Die Demonstrationsprojekte geben deutschen Herstellern die Möglichkeit, ihr erstklassiges Know-how vor Ort zu präsentieren und so auf diesen Märkten Fuß zu fassen“, betont Christine Wörlen, Bereichsleiterin Regenerative Energien der dena. „Diese Anlagen in Frankreich und Italien eignen sich dabei besonders als Vorzeigeprojekte, da sich dort der Energiebedarf für Strom Heizen und Kühlen sehr gut mit Sonnenenergie decken lässt.“
Beim Haribo Museum in Uzès kommt die von der TU Berlin und Phönix SonnenWärme AG entwickelte Kältemaschine zu Einsatz, die eine echte Innovation im Bereich der Solaren Kühlung darstellt: die Kältemaschine arbeitet bereits bei Antriebstemperaturen von 55 Grad Celcius und ist mit 10 kW Nennleistung auch für die Kühlung kleinerer Flächen einsetzbar. 

Mit seinen jährlich ca. 250.000 Besuchern besitzt das Haribo Museum einen großen Multiplikatoren-Effekt: Die Besucher werden beim Warten von Solarkollektoren beschattet und werden mittels Ausstellungstafeln, Film- und Informationsmaterialien über die Potenziale der Solartechnik informiert. Beim Betreten des Museums erleben sie dann im Inneren die Erfrischung durch die solar erzeugte Kühle. 

An der Deutschen Schule in Rom wurde auf dem Schuldach eine Fotovoltaikanlage von der IBC SOLAR Ag mit einer Leistung von 20 kW installiert. Daneben zeigt ein Carport mit 27 integrierten PV-Modulen und einer Leistung von 3,24 kW, wie Funktionalität und Stromerzeugung ästhetisch kombiniert werden können. Jährlich werden die Solaranlagen zirka 29.000 kWh Solarstrom erzeugen und in das Stromnetz des Netzbetreibers einspeisen. 

Die Fotovoltaik , Kühl- und Heizungsanlagen unterstützen als „Leuchtturmprojekte“ in Italien und Frankreich den Markteinstieg der Unternehmen in diese Zielmärkte. Der Betrieb der Anlagen ist mit einer Informationskampagne zur Solarenergienutzung, Schulungen für Vertriebspartner sowie umfangreiche Marketingmaßnahmen verbunden und wirbt vor Ort für die Qualität und Zuverlässigkeit von Solartechnologie „made in Germany“. 

Weitere Informationen über das Solardachprogramm unter www.exportinitiative.de 

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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