Artikel vom 18.06.2007, Druckdatum 12.04.2021

ersol Gruppe weiht Dünnschicht-Modulproduktionsstätte ein

Am vergangenen Freitag weihte die ersol Solar Energy AG (ersol) zusammen mit Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und weiteren Gästen ihre erste Fabrik zur Produktion von Silizium-Dünnschicht-Modulen ein. Nach einer knapp einjährigen Bauphase wurde im Erfurter Güterverkehrszentrum (GVZ) eine der modernsten Fotovoltaik Produktionsstätten Europas feierlich eröffnet. An dieser sollen bis Ende 2008 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein.

„Das erste Produkt, das in wenigen Wochen die Fertigungsanlagen der ersol Thin Film verlassen soll, heißt ‚Nova’®. Unser Silizium-Dünnschicht-Modul hat eine Größe von 1,10 Meter Breite und 1,30 Meter Höhe. Die ersten Tests bestätigen die aufgrund der Vorversuche in der Pilotfertigung von Oerlikon Solar zugrunde gelegte Erwartung des zu erreichenden Wirkungsgrades“, zeigt sich Karsten Weltzien, Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH, begeistert.

Seit dem Spatenstich im Juli des vergangenen Jahres sind die Arbeiten am neu entstandenen Produktionsgebäude fast abgeschlossen. Der Start für die Serienproduktion ist bereits für August diesen Jahres geplant. Zunächst soll das Werk über eine Nominalkapazität von 40 MWp (Megawatt-peak) verfügen, wobei Produktionsmengen von 6 MWp in 2007 und 24 MWp in 2008 erwartet werden.

In die neue Produktionsstätte werden mehr als 80 Millionen Euro investiert. Die Fertigungsanlagen der ersol Dünnschicht-Modul-Fabrik stammen zu einem wesentlichen Teil von der Schweizer Oerlikon Solar, einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Dünnschicht- und Vakuumtechnologie. Oerlikon installierte bei der ersol Thin Film GmbH die erste Dünnschichtfertigung dieser Art.

Derzeit ist das Dünnschicht-Team der ersol Gruppe zirka 120 Personen stark. Die Belegschaft der ersol Thin Film könnte mittelfristig auf rund 200 Mitarbeiter anwachsen, denn ersol plant, die Nominalkapazität der Dünnschicht-Modulproduktion, wahrscheinlich bis 2010, auf 100 MWp zu erweitern.

„Mit knapp sechs Prozent werden unsere Dünnschicht-Module im Vergleich zu kristallinen, also herkömmlichen Solarmodulen zwar einen geringeren Wirkungsgrad aufweisen. Jedoch erwarten wir bei Dünnschicht-Modulen ein besseres Preis-Flächen-Verhältnis. Dies ist vor allem für große Dach- und Freiflächenanlagen ein Vorteil. Nova® wird auch optisch sehr ansprechend sein, was bei einer großflächigen Nutzung nicht unwichtig ist“, ergänzt Dr. Lutz Mittelstädt, ebenso Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH, die Vorteile von Nova®. Die Leistung der ersten vom Band laufenden Dünnschicht-Module soll bei knapp 80 Wp (Watt-peak, Leistung unter voller Sonneneinstrahlung) liegen. Später soll diese auf 85 bis 95 Wp und dann auf zirka 120 Wp pro Modul gesteigert werden.

Quelle: ersol Solar Energy AG (ersol)
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