Artikel vom 15.06.2007, Druckdatum 16.01.2021

CO2-Emissionen 2005 gesunken

Zwar nur im Dezimalbereich, aber immerhin: In der EU sind die Treibhausgasemissionen im Jahr 2005 um 0,7 Prozent gesunken. Und trotz allem: Mit am stärksten hat Deutschland mit 2,3 Prozent oder 23,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten zum Rückgang beigetragen. Gleichzeitig ist die Bruttoinlandsproduktion in der Gesamt-EU im Jahr 2005 um 1,8 Prozent gestiegen.

Insgesamt 2005 sind die Emissionen auf ein Niveau von 11 Prozent in der EU-27 und 1,5 Prozent in der EU-15 gesunken. Gleichzeitig rief EU-Kommissar Stavros Dimas die Mitgliedstaaten dazu auf, ihre Maßnahmen für eine dauerhafte Reduzierung zu verstärken: „Klar ist aber, dass viele Mitgliedstaaten ihre Anstrengungen zur Emissionsbegrenzung erheblich vorantreiben müssen, wenn die EU ihr Kyoto-Ziel erreichen soll.“

Das von der Europäischen Umweltagentur veröffentlichte EU-Treibhausgasinventar für 2005 zeigt gegenüber dem Niveau von 2004 einen Rückgang um 0,8 Prozent (EU-15) und 0,7 Prozent (EU-27). Demgegenüber ist die Bruttoinlandsproduktion in der EU-27 im Jahr 2005 um 1,8 Prozent gestiegen. Deutschland, Finnland, die Niederlande und Rumänien haben in absoluten Zahlen am stärksten zu dem 2005 erfolgten Rückgang beigetragen. Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Frankreich, Luxemburg, die Slowakei, Schweden und das Vereinigte Königreich haben ebenfalls einen Rückgang zu verzeichnen.

Die CO2 Emissionen durch die öffentliche Strom und Wärmeerzeugung gingen vor allem aufgrund des verringerten Einsatzes von Kohle um 0,9 Prozent zurück. Die CO2 Emissionen durch private Haushalte und Dienstleistungsbetriebe verringerten sich um 1,7 Prozent, wobei in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden aufgrund ungewöhnlich milder Winter erhebliche Rückgange zu verzeichnen waren.

Deutschland erzielte zudem eine signifikante Verringerung der Methanemissionen durch den Abfallsektor, in dem mehrere innovative Politiken und Maßnahmen erste Früchte trugen. Die CO2 Emissionen durch den Straßenverkehr gingen in der EU-15 um 0,8 Prozent zurück, ebenfalls zu einem großen Teil durch einen Rückgang in Deutschland bedingt. 

Quelle: EU Aktuell
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