Artikel vom 05.06.2007, Druckdatum 21.09.2020

Dünnschicht-Fotovoltaik am Forschungszentrum Jülich

Solarzellen erzeugen aus Sonnenlicht umweltfreundlichen und sauberen Strom Noch behindert jedoch der relativ hohe Preis ihren großflächigen Einsatz. Das Forschungszentrum Jülich entwickelt Solarzellen aus extrem dünnen Schichten, die teures Silizium einsparen und so die Kosten entscheidend reduzieren können. Mittlerweile nutzen fast alle Unternehmen der Solarbranche das Know-How aus Jülich.

Preiswerte Solarzellen entstehen im Forschungszentrum Jülich aus zwei neuen Arten von Silizium: amorphem und mikrokristallinem. In der Jülicher Tandemzelle werden beide Materialien kombiniert, so dass sie sich optimal ergänzen. Zusätzlich helfen die rauen und hochreflektierenden Grenzflächen zwischen den Schichten, das Licht optimal einzufangen und in Strom umzuwandeln.

Die eigentliche fotoaktive Schicht ist nur einige Mikrometer dick und beträgt damit nur ein hundertstel der bestehenden Wafer-Technik. Einerseits spart man auf diese Weise teures Silizium, andererseits lassen sich kostengünstige Trägermaterialen wie Kunststoff- oder Metallfolien einsetzen. Zudem werden selbst großflächige Solarzellen in einem Arbeitsschritt hergestellt.

Vom Material bis zum industriellen Produktionsprozess entwickeln Jülicher Forscherinnen und Forscher die Technik für diese neuartige Solarzelle. Mittlerweile nutzen fast alle Unternehmen der Solarbranche das Know-How aus Jülich. Die Q-Cells-Tochter Brilliant 234. baut zurzeit eine Pilot-Fabrik mit Jülicher Dünnschicht-Technologie in Sachsen-Anhalt. Ebenso nutzen Applied Materials, Schott Solar und andere für ihre Fertigungsstraßen Technologie aus Jülich.

Quelle: Forschungszentrum Jülich

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