Artikel vom 25.05.2007, Druckdatum 12.11.2019

EU-Energiekommissar Piebalgs: „Neue industrielle Revolution“

Um den Ausstoß von Treibhausgasen nachhaltig zu senken „ist ein grundlegender Wandel erforderlich“, erklärte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. „Ein Wandel hin zu Energieeffizienz, erneuerbaren Energien mit niedrigem Kohlenstoffausstoß und Kohlenstoff-Endlagerung – ein Wandel, der wahrlich einer neuen industriellen Revolution gleichkommt. Würden sich zum Beispiel alle EU-Länder der führenden Position Deutschlands und Dänemarks bei den erneuerbaren Energien anschließen, kämen wir auf die zur Erreichung unseres 20 Prozent-Ziels erforderlichen Werte.“

„Das Wichtigste dabei ist, dass die Regionen der Welt, die jetzt in den Wandel, in Forschung und Entwicklung und in eine frühzeitige Umsetzung der neuen Generation von Technologien mit geringen oder keinen Kohlenstoffemissionen investieren, einen erheblichen Gewinn an künftiger Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit für sich verbuchen werden. Vor allem werden in diesen Regionen die „Microsofts“ der Zukunft entstehen. Dies ist die Vision Europas, die die Kommission mit einer Energie- und Umweltpolitik verfolgt, die ambitioniert an die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Energie/bereich herangeht“, so Piebalgs.

Dabei gehe es nicht nur darum, mehr Geld aufzuwenden. Viel wichtiger sei es, so Piebalgs, dass es besser verwendet werde. „Wir müssen die Koordinierung der in den Mitgliedstaaten und auf Gemeinschaftsebene betriebenen Forschung verbessern. Wir brauchen einen stärker zielgerichteten Ansatz, der die zentralen Ziele der EU festlegt und jedes einzelne geförderte Projekt und jede einzelne Maßnahme an diesen zentralen Zielen misst. Um hier Fortschritte zu machen, ist die Hilfe der Wirtschaft unerlässlich.“ 

Quelle: EU-Aktuell 

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